[Rezension] Welche Farbe hat die Liebe? von Katja Reuter

Inhalt:

Jule bekommt von ihrer besten Freundin Tina eine Goldmitgliedschaft von Stayfriends zum Geburtstag! Trotz aller skepsis nimmt Jule diese Möglichkeit wahr alte bekannte von der Schule wieder zu finden. Unter anderem Lukas, der eine heiße Affäre mit ihrer besten Freundin Tina anfängt. Sie jedoch aber anfänglich total verarscht. Lukas ehemaliger sehr guter Freund, Erik, meldet sich nach Nachfragen von Tina bei Lukas, bei Stayfriends an. Es vergeht nicht viel Zeit bis sich Jule und Erik treffen.
Jule ist jedoch schon an Tom vergeben, seit 3 Jahren dauerverlobt und total unzufrieden. Tom ist Musiker in einer Band und versucht mit seiner Band groß rauszukommen. Daher ist Jule mit ihrem gemeinsamen Kater, Blindfisch, viel allein.
Während Tom mal wieder weg ist, trifft sich Jule immer öfter mit Erik und beginnt sich in ihn zu verlieben…
Sie ist hin und her gerissen von deinen Männern und weiß nicht so wirklich, wie sich sich am besten entscheiden soll.
Erst Blindfisch, der leider stirbt, öffnet ihr die Augen was sie eigentlich will… .

Der erste Satz:

„Leicht wie ein Schmetterling fliege ich durch ein nicht enden wollendes buntes Rosenmeer.“

Meine Meinung:

Dieses Buch regt mich wirklich zum Nachdenken an. Ich hab gemerkt, dass es sehr wichtig ist sich um seine Beziehung zu kümmern und auch um seine Tiere.
Da mein Kater gerade selbst krank ist, musste ich einige Tränen wegdrücken, aus Angst das ihm ein ähnliches Schicksal widerfahren könnte, obwohl er erst 6 Monate alt ist.
Die Autorin hat ein sehr frischen Sprachstil, der ganze Roman lies sich sehr leicht lesen und hat auch viel Spaß gemacht. Wie oft musste ich in der Bahn schmunzeln und hätte am liebsten laut los gelacht! 🙂
Doch Erik war mir von Anfang an sehr unsympathisch… ihm ging es nur um Sex und wie Jule an seiner Seite aussieht und nie um die Beziehung mit ihr ansich.
Doch leider fällt Jule das erst später auf. Sie merkt, wie unglücklich sie mit Erik ist und das sie sich nur in ihn verliebt hat, weil er anders ist als Tom.
Doch auch nur duch diesen Seitensprung konnte Jule erst bemerken, wie sehr sie an Tom hängt, dass sie ihn immernoch sehr liebt und das er der Mann ist, mit dem sie zusammen sein möchte.
Ob dieser Steitensprung verhindert werden konnte ist fraglich, da man sich selbst meistens erst eingesteht einen Fehler gemacht zu haben, wenn es fast oder schon zu spät ist.

Katja Reuter hat mit diesem Roman ein sehr aktuelles Thema aufgegriffen. Heutzutage wird alles übers Internet abgewickelt, Bestellungen, Recherche aber auch die Suche nach alten Bekannten. Dadurch kann man sich sehr gut in das Buch einfinden und alle Gedankenstränge sehr gut nachempfinden. Denn wer hat nicht schon mal versucht alte Schulkameraden auf diversen Portalen gesucht!?

Fazit:

Dieser Roam ist perfekt, wenn man keine anspruchsvolle Literatur sucht und sich einfach amüsieren möchte. Und es nicht schlimm findet, dass die Handlung sehr vorraussehbar ist.

Wertung: 4/5 Sternen

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 5/5
Gestaltung: 5/5
Preis/Leistung: 5/5

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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Annabelle sagt:

    Mich hat der Roman ebenfalls zum Nachdenken gebracht. Denn Tom nimmt Jule bedingungslos, naja sagen wir fast: Schließlich muss sie ihm ja versprechen keine Türen mehr aus den Angeln zu schmettern – zurück. Ganz egal, wie verpeilt sie sich anstellt. Er liebt sie trotzdem – so wie sie ist! Und das finde ich toll! Schließlich haben wir alle unsere Fehler und wer wünscht sich nicht, so akzeptiert, respektiert und geliebt zu werden – wie er ist!
    Tom und Hauskater „Blindfisch“ sind mir beim Lesen richtig ans Herz gewachsen, und auch ich musste des Öfteren herzhaft lachen. „Ömchen“ und „Chefchen“ haben es mir ebenfalls angetan. Meiner Meinung nach wurden die recht unterschiedlichen Charaktere der Protagonisten authentisch und lebensnah dargestellt. So konnte ich mich an der einen oder anderen Stelle sehr wiederfinden. Dies war insbesondere bei der Beschreibung von Jules Familie und deren Essgewohnheiten der Fall. Auch das Kapitel „Erik ist scheintot“ wird dem einen oder anderen, mit Sicherheit, sehr bekannt vorkommen. Die teilweise „völlig eigenwilligen Handlungsweisen“ der Jule haben mich den Kopf ordentlich schütteln lassen. Denn wie kann man einem blinden „Hauskater“ ein Gucci-Halsband mit Glöckchen umhängen…? Ich schließe mich da Toms Ironie an: „Könnte doch sein, dass der blinde Kater hier in der Wohnung Mäuse oder Singvögel fängt…“ Ich persönlich, kenne ebenfalls derartig „durchgeknallte“ Leute und musste schmunzeln! Ich habe diesen leicht, locker-flockig geschriebenen Roman verschlungen, war von Anfang bis Ende absolut in den Bann gezogen.
    Ich finde, dass folgende Leseprobe den Humor des Romans recht treffend wiederspiegelt:
    „Wie ich Sasha vor gut sieben Jahren kennenlernte, werde ich nie vergessen. Die Vorgeschichte: Zum Fünfundsechzigsten wollten wir Tante Lotti mit einem Stripper in Polizeiuniform überraschen. Als der durchtrainierte Bulle, zum Nahkampf bereit, vor dem Gartentor stand, entschuldigte Lotti sich sogleich wortreich wegen der lauten Musik, bevor der Stripper auch nur guten Tag sagen konnte. Meine ältere Schwester beruhigte Lotti: »Das ist kein echter Polizist, das ist unsere Überraschung.« Sie drehte die Boxen auf volle Lautstärke. Dann sein Auftritt, einfach gigantisch: Der Mann sprang auf den Gartentisch und schälte sich Stück für Stück die Uniform vom Leib. Lotti war begeistert! Durch mehrere Gläser Sherry zu einer gewissen Hemmungslosigkeit angestachelt, ließ sie sich sogar dazu bewegen, dem Mann kraftvoll auf sein nacktes Hinterteil zu klatschen, als dieser es ihr erwartungsvoll entgegen reckte.

    Fünf Jahre später, zu Lottis Siebzigstem, feiert die Familie wie jedes Jahr ausgiebig und laut. Plötzlich steht wieder ein Polizist am Zaun. In Erinnerung an die gelungene Geburtstagsüberraschung fünf Jahre zuvor, eilt Lotti mit lüsternen Blicken zum Gartentor. »Kommen
    Sie rein, mein Herr, Sie scheinen gut gebaut zu sein.«Tantchen schiebt den völlig verdutzten Polizisten vor sich her in Richtung Gartentisch. Ihre Augen funkeln. Dieses Mal ist Lotti nicht durch seine Uniform eingeschüchtert, das Gegenteil ist der Fall. Sie holt aus, versetzt
    dem armen Mann einen wollüstigen Klaps auf den Allerwertesten und kräht: »Geiler Arsch, ich muss
    schon sagen!« Der Polizist schweigt einen Moment, dann räuspert er
    sich. »Ich weiß ja nicht, was Sie mit mir vorhaben, aber eigentlich komme ich wegen einer Beschwerde aus der Nachbarschaft. Die Musik ist zu laut – Ruhestörung.«
    Tante Lotti ist verwirrt. »Sie sind kein Stripper?« Der Beamte runzelt die Stirn. »Durchaus nicht!«
    Jetzt dämmert es der armen Lotti, dass sie einen Fehler gemacht hat. Beschämt legt sie die Hände an die Wangen, schüttelt den Kopf und murmelt immer wieder: »Oje, ojemine!«, bis meine Schwester Theresa die Situation rettet, indem sie den Beamten fragt, ob
    sie ihn vielleicht mit Kaffee und Kuchen entschädigen könne.
    Der Polizist lächelt verschmitzt. »Ja, können Sie, ich nehme die Einladung gerne an.« Zum großen Entsetzen der Nachbarn feiert er sogar noch ein kleines Weilchen
    mit.
    Das war meine erste Begegnung mit Bullenfreund Sasha.“

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