[Rezension] Die Lebküchnerin von Sybille Schrödter

Vielen Dank an den Piper Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Inhalt:

Nürnberg 1387 – Benedicta ist ein 12jähriges Mädchen, als von ihrer Stiefmutter in das Kloster geschickt wird um das Erbe des Vater ihr nicht streitig zu machen. Dort ist Benedicta noch nie glücklich gewesen, sie ist nicht so gottesfürchtig wie sie sein sollte und auch auch ihr Gelübte, dass sie keusch ist, bricht sie. Sie macht alles, was nicht dem Leben einer Nonne entspricht. Im Kloster lernt sie dann Julian, den Fechtmeister, kennen in den sie sich sehr verliebt. Benedicta hat sich dort mit der Köchin Agnes angefreundet. Beide zusammen lieben es zusammen zu backen. So kommt es, als in der Fastenzeit keine Lebkuchen mehr hergestellt werden konnten, dass Benedicta und Agnes zusammen die Lebkuchen backen. Diese schmecken so süß und lecker, dass alle Welt von diesen Lebkuchen schwärmen. Auch Julian hat sich in Benedicta verliebt und möchte seine Muhme Leonore, die Priorin des Klosters, bitten sie heiraten zu dürfen. Doch sie verbietet es ihm und befiehlt ihm sich eine andere Braut zu suchen. Als Julian sich von Benedicta verabschieden möchte küssen sich die beiden. Doch sie werden bei ihrer Unkeuschheit erwischt und verraten. Somit nimmt die böse Geschichte ihren Lauf und das Leben von Julian, Benedicta und Agnes wird total durcheinander gebracht und Benedicta merkt sehr schnell, dass das Leben außerhalb vom Kloster ist anders als sie es sich vorgestellt hat.

Meinung:

Benedicta wirkt auf mich wie eine sehr selbstbewusste junge Frau, die weiß was sie will.  Auch, wenn die Autorin sie so darstehen lässt, als ob sie sehr unsicher ist, weiß sie trotzdem immer was sie tun muss um aus einer verzwickten Situation wieder heraus zu kommen. Obwohl sie Nonne ist und so erzogen wurde, dass sie immer die Wahrheit sagen muss, hat sie immer eine Lüge parat, die ihr oft den Kopf rettet und teilweise auch noch schlimmer in die Zwickmühle bringt. Zusammen mit ihrer Freundin Agnes bäckt sie im Kloster und später auch in Nürnberg die besten Lebkuchen/ Benedicten die die Leute je gegessen haben. Es wird immer und immer wieder betont wie gut diese schmecken, dass es schon fast nervig ist wie perfekt Benedicta backen kann. Sie verhält sich teilweise viel zu ungehalten, sie weiß selten wann Schluss ist und will immer das letzte Wort haben. Ich war davon nicht sehr angetan.

Auch wurden die meisten Situationen, die sehr verfahren waren viel zu schnell gelöst immer wusste Benedicta eine sofortige Antwort oder es kam ihr  jemand zur Hilfe. Es wirkte teilweise etwas unwirklich, denn jede normale Situation könnte selten so schnell gelöst werden. Doch auch die Liebe in diesem Buch kommt nicht zu kurz. Wie ihr schon gelesen habt hatte Benedicta und Julian vor zu heiraten, doch unter besonderen Umständen, die ich an dieser Stelle nicht nennen möchte, konnten sie das leider nicht machen und später verliebt Sie sich in einen anderen Mann. Irgendwie geht bei ihr alles drunter und drüber in der Liebe. Es war alles etwas nervig und hat mir nicht so gut gefallen.

Ich habe mich eigentlich sehr auf dieses Buch gefreut gehabt, doch meine zu hohen Erwartungen haben leider dieses Buch zu nichte gemacht. Doch es ist nicht so, dass dieses Buch grausam war. Nein, dass war es wirklich nicht! Ich habe mich trotz allem sehr gut unterhalten gefühlt. Auch wenn nicht alles so war, wie ich es mir gedacht habe.

Fazit:

Alle, die ein sehr leichten historischen Roman suchen, bei dem sie nicht nachdenken müssen sind hier gerade richtig. Doch man sollte nicht mit hohen Erwartungen an diese Geschichte gehen, denn sie werden hier keinen Roman finden, der hohen Erwartungen entspricht. Sehr schade!! Doch wer weiß wie es weiter geht mit Benedicta. Im Nachwort wird von der Autorin ein zweiter Teil angekündigt.

Wertung: 3/5 Sternen

Handlung: 3/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 3,5/5
Gestaltung: 4/5
Preis/Leistung: 4/5

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