[Rezension] Denk an mich in der Nacht von Joanne Harris

„Denk an mich in der Nacht“ ist Joanne Harris Debütroman, den sie im Alter von ungefähr 20 Jahren geschrieben hat. Vor sehr langer Zeit wurde er schon einmal verlegt und fand bei den Lesern einen großen Absatz. Doch nach und nach ist das Buch in Vergessenheit geraten und wurde auch nicht mehr verlegt. Da sich die Leser und Fans von Joanne Harris es sich doch soo sehr wünschten, dass es dieses Buch doch wieder geben sollte, hat sich Frau Harris ein Herz gefasst, grobe Sachen in diesem Buch nochmal überarbeitet um es dann in dieser Form, wie wir sie jetzt vor uns liegen haben, zu präsentieren.

Inhalt:

Dieses Buch besteht aus zwei Erzählsträngen, der eine ist aus der Sicht von Alice und der andere aus der Sicht von Daniel.

Die Malerin Alice lebt in Cambridge und ist schon seit einigen Jahren von ihrem Freund Joe getrennt, den sie insgeheim aber doch noch liebt, er war und ist schließlich ihre große Liebe. Genau deshalb ist ihre Eifersucht umso größer, als Joe mit seiner neuen Liebe Virginia Mae Ashley, kurz genannt Ginny, in der Stadt auftaucht. Doch als wenn das nicht genug ist und Alice nicht schon genug Schmerzen bringt, nein, Joe bittet Alice Ginny bei sich aufzunehmen. Ginny hat kein Geld und die Sozialhilfe die sie bekommt reicht nicht zum Leben und sie kann auch nicht bei Joe wohnen. Als Ginny bei Alice einzieht merkt sie, dass mit Ginny etwas nicht stimmt. Ginny geht spät abends allein aus dem Haus und kommt die ganze Nacht nicht wieder, treibt sich auf einem Friedhof und anderen verlassenen Orten mit fremden, gruseligen Männern und Frauen, die sie als ihre Freunde bezeichnet. Ginny verändert sich täglich und Alice weiß gar nicht, welches Ich nun Ginnys wahres Ich ist. Als Alice versucht mit Joe über dieses Problem zu reden bricht er ab und ist total verärgert und hat Angst, dass Alice Ginny vor ihm schlecht machen will.

Daniel Holmes lebt auch in Cambridge doch einige Zeit früher, kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Daniel und sein Freund Robert sind die besten Freunde, reden viel miteinander, auch wenn es meistens nur um die Literatur geht, die Robert so sehr interessiert. Sie sehen sich fast jeden Tag bis dieses Ereignis eintritt…

Während Daniel an dem Fluss Cam spazieren geht entdeckt er eine Frau in Wasser. Sie hat rote Haare eine bleiche Haut und ist wunderschön. Ohne groß zu zucken springt er in die Cam und zieht die Frau aus dem Wasser und kümmert sich mit Hilfe seiner Haushälterin um sie, bis sie einiger Maßen genesen ist. Doch auch Daniel kommt nicht ohne eine starke Erkältung davon. Während er sich auskuriert trifft sich sein Freund Robert mit Rosemary, von der ihr Daniel schon sehr viel erzählt hat. Robert verliebt sich Hals über Kopf in Rosemary und wird in ihren Bann gezogen, dass er fast unfährig ist noch selbstständig zu sein.

Von da an, verbindet beide Erzählstränge etwas, dass ich an dieser Stelle nicht verraten werde. Ihr werdet es selbst herausfinden, wenn ihr dieses Buch lesen werdet! 😉

Erster Satz:

„Überlebensgroß, Gesicht und Hände beänstigend blass, auf einer Leinwand, die so dunkel, schmal und länglich ist wie ein Sarg, die Augen unergründlich wie die Unterwelt, die Lippen rot wie Blut – so blickt Proserpina in traumverlorener Trauer auf etwas, das sich außerhalb des Bildrandes befindet.“

Meinung:

Bevor sich sage, wie ich das Buch finde, muss ich erst einmal anmerken, was für ein wunderschönes und perfekt dazu passendes Cover für dieses Buch entworfen wurde. Es ist total ansprechend, man kann sich in den Gesichtszügen dieser Frau verlieren. Es ist einfach nur wunderschön!!!

Als ich das Buch angefangen habe zu lesen war ich hin und weg, konnte in der S-Bahn gar nicht mehr aufhören zu lesen und war sofort mitten drin. Ich konnte mich sehr mit den Personen identifizieren und hatte überhaupt keine Probleme zwischen die beiden Erzählstränge hin und her zu hüpfen. Doch so ca. in der Mitte des Buches verflog diese ganze Euphorie für die Personen und die gesamte Handlung sehr schnell. Ich habe mich zwar noch interessiert wie es weiter geht, doch dieses Bcuh bekam immer mehr Längen, ich habe mich teilweise gelangweilt gefühlt und das wurde bis zum Ende des Buches leider nicht besser. Viele Sachen, die von der Autorin angesprochen wurden, wurden nicht zu Ende geführt. Beispielsweise malt Alice Bilder von Ginny, als Ophelia. Diese werden relativ ausführlich besprochen und ich habe sofort einen Bezug gefunden, doch in der weiteren Handlung wird nicht noch einmal Bezug darauf genommen. Und auch andere Kleinigkeiten, die ich hier aber nicht aufführen möchte.

Ich hab das Gefühl fast nichts über das Buch aussagen zu können. Es wirkte für mich teilweise so undurchdacht und unfertig. Ich hätte mir gewünscht, wenn es noch ein paar mehr Seiten gehabt hätte und dadurch auf mehr Details geachtet werden können. Man merkt sehr, dass es ein Erstlingswerk ist und sie ihren Stil noch finden musste. Die ganzen Ereignisse in diesem Buch kamen Schlag auf Schlag, sehr chaotisch und unübersichtlich, dass ich leider am Schluss sagen muss: „Das ist leider nicht das Buch geworden, was ich mir als ich angefangen habe es zu lesen, erträumt hatte.“.

Fazit:

Dies ist der erste Roman, den ich lese, der von Vampiren handelt und von die nie erwähnt werden. Die schaurige und düstere Stimmung, die Frau Harris zu dem Leser transportieren wollte ist bei mir angekommen, doch leider kann diese tolle Stimmung und die anfängliche Euphorie für dieses Buch die viel zu vielen Längen und die Enttäuschung für die letzte Hälfte nicht weg machen.

Wertung: 2,5/5 Sternen

Handlung: 2/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 3/5
Gestaltung: 5/5
Preis/Leistung: 4/5

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