[Rezension] Sonea: Die Hüterin von Trudi Canavan

Endlich wieder ein neues Buch „Der Gilde der Schwarzen Magier“! Lange haben wir alle gewartet, um zu wissen, wie es mit Sonea, Akkarin und den anderen weiter geht!

Vorher möchte ich noch andeuten, dass es wirklich wichtig ist, wenn ihr dieses Buch lesen wollt die 3 Vorgänger (Die Rebellin, die Novizin und die Meisterin) gelesen zu haben, sowie das Prequel „Magie“.

Inhalt:

Die Rückkehr der schwarzen Magierin

Trudi Canavan kehrt dorthin zurück, wo ihr Aufsehen erregender Erfolg begann – zu Sonea und der Gilde der Schwarzen Magier!

Zwanzig Jahre sind seit den Ereignissen in der Trilogie „Die Gilde der Schwarzen Magier” vergangen. Auf Wunsch der Gilde hat Sonea nur einem einzigen Magier das Geheimnis der Schwarzen Magie offenbart. Doch sie ist nicht glücklich mit der Wahl, die die Gilde dafür getroffen hat. Kallen ist zwar ein ehrenhafter, aber auch ein harter und zu schnell urteilender Mann. Vielmehr sorgt Sonea sich allerdings um ihren Sohn. Lorkin hat gerade die Abschlussprüfung hinter sich gebracht und brennt jetzt darauf, sich zu beweisen. Daher begleitet er den Botschafter der Gilde nach Sachaka, wo den Magiern Kyralias immer noch unzählige Gefahren drohen. Und tatsächlich verschwindet Lorkin eines Tages ohne ein Wort der Erklärung. Sonea ist beunruhigt, doch sie kann sich nicht einmal an der Suche nach Lorkin beteiligen. Denn in Kyralias Unterwelt tobt ein Krieg, in den auch Magier verwickelt zu sein scheinen – und der alles, was in den Jahren des Friedens aufgebaut wurde, gefährdet …

Erster Satz:

„Das erfolgreichste und meistzitierte Stück des Dichters Rewin, der größte Redefluss, der aus der Neuen Stadt hervorgegangen war, hieß Stadtlied.“

Meinung:

20 Jahre sind vergangen seit wir Sonea in dem Band „Die Meisterin“ verlassen haben. In den 20 Jahren ist eine Menge passiert! Sonea und Akkarin haben zusammen einen Sohn bekommen Lorkin, Akkarin ist verstorben, in der Stadt Imardin geht es drunter und drüber und Sonea wurden strenge Regeln der Gilde auferlegt, die sie einzuhalten hat!
Lorkin ist mittlerweile erwachsen und möchte sich von seiner Mutter absetzen und seinen eigenen Weg gehen, da kommt ihm die Stelle als Gehilfe bei Gilde Botschafter Dannyl gerade recht. Zusammen machen sie sich auf den Weg nach Sachaka…
Sonea versucht alles um Lorkin von seinem Vorhaben abzubringen, da sie die Befürchtung hat Lorkin könnte aufgrund seiner einflussreichen Eltern etwas zustoßen, doch ohne Erfolg!
Um sich von ihren Ängsten abzulenken erfällt sie in Arbeit und arbeiter so viel wie möglich im Hospital als Heilerin!

Cery von der Nordseite ist auch wieder als einer der Hauptfiguren vertreten. In Imardin scheint jemand sein Unwesen zu treiben und tötet Cerys Familie. Aus Rache macht sich Cery auf die Suche nach der oder dem Unbekannten und wird relativ schnell fündig. Er verdächtigt eine wilde Magierin, doch nur die Gilde kann ihm da noch helfen.
Er macht sich auf den Weg zu Sonea und berichtet ihr sein Anliegen.
Jetzt liegt es an ihr: Soll sie die Regeln der Gilde brechen und nach Imardin gehen, um die wilde Magierin aufzuhalten oder sollte sie lieber jemanden anderen beauftragen sich der Sache anzunehmen?

Trudi Canavan führt uns in ein ziemlich modernes Kyralia zurück. Viele Probleme werden aufgezeigt, die gerade in unserer heutigen Zeit immer noch sehr aktuell sind: Drogen und Homosexualität.
Im Geschäft und auch in bei den Heilern spielen Drogen eine wichtige Rolle, einerseits wollen sie die Menschen gefügig und abhängig machen, wodurch sie Macht und Geld erhalten, andererseits versuchen die Heiler alles Mögliche zu tun, um den Menschen von ihrer Sucht zu befreien.
Für mich sind das wirklich wichtige Aspekte, die Trudi Canavan hier aufzeigt. Sie zeigt die Aktualität dieses Problems und welche Folgen solch eine Sucht mit sich bringen kann!
Homosexualtät spielt keine wesentliche Rolle in diesem Buch, doch trotzdem wird sie nach und nach aufgegriffen und thematisiert. Eigentlich sollte es wirklich akzepiert werden, wenn Menschen schwul bzw. lesbisch sind, doch in dieser Zeit, als auch in unserer heutigen wird dies schwer akzeptiert.
Ich hoffe es werden allen die Augen geöffnet, dass es auch ganz normal ist!!!!! Super, dass Trudi Canavan das nochmal aufzeigt!!

Trudi Canavans Schreibstil hat sich überhaupt nicht verändert! In einem Kapitel werden viele Handlungsstränge erzählt, die immer abwechselnd, mal aus Soneas, aus Lorkins, Dannyl oder auch Cerys Perspektive erzählt.
Man lernt die Gedanken und Meinungen der einzelnen Personen kennen, die man durch einen normalen Ich-Erzähler nicht herausgefunden hätte!
Durch die wechselnden Perspektiven hat man das Gefühl das Buch wirklich schnell zu lesen, da meistens an spannenden Punkten einen „Cut“ gemacht wird und dann wieder eine anderer Handlungsstrang erzählt wird. Dadurch wird versucht Spannung aufzubauen, was Frau Canaan leider in diesem Buch nicht so gut gelingt, da die einzelnen Handlungsstränge wenig Spannung beinhalten.
Die Handlung ist sehr monton, da nicht wirklich viel passiert in den ersten 350 Seiten.
Erst danach fängt es an spannend zu werden, wo die Spannungskure wirklich angezogen wird und der Leser mit den Protagonisten mitfiebert: Wie werden sie sich entscheiden? Werden sie ihn finden? Gibt es Aussichten auf das Ende bzw. wie wird das Buch überhaupt enden?

Doch die Tiefe der Charaktere lässt ebenfalls zu Wünschen übrig. Zwar sind Cery, Sonea und Regin erwachsener geworden, können Verantwortung übernehmen und sind nicht mehr so übermütig. Doch trotz der Gefühle, die durch die wechselnen Ich-Perspektiven gezeigt werden, konnte ich trotzdem schwer einen Bezug zu beiden aufbauen. Was auch damit zu tun hatte, dass in der Handlung wenig passiert ist, was einen vom Hocker gerissen hat!

Doch trotzdem werde ich die Nachfolger dieses Bandes lesen, da Trudi Canavan Lorkins und Soneas Geschichte offen gelassen hat. Vielleicht war es auch nur ein „Ausrutscher“ von Frau Canavan und die anderen Bände werden mit etwas mehr Spannung gespickt sein! *hoff*

Fazit:

Eine netter Auftakt einer, vermutlich, neuen Trilogie rund um Sonea und die Gilde der Schwarzen Magier.
Für Liebhaber dieser Reihe würde ich es trotz meiner Kritikpunkte schon als Muss ansehen dieses Buch zu lesen.
Es ist schön wieder alte Bekannte zu treffen und zu sehen, wie sie sich im Laufe vieler Jahre entwickelt haben!

Wertung: 

Handlung: 3/5
Charaktere: 3,5/5
Lesespaß: 3,5/5
Gestaltung: 5/5
Preis/Leistung: 4/5

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. ledinia sagt:

    Danke für deine Rezension 🙂
    Ich hab das Buch schon zu Hause liegen aber mir fehlte bisher leider die Lust es zu lesen obwohl ich die Gilde der schwarzen Magier regelrecht verschlungen hatte. Aber ich werd schon auch noch dazu kommen…

  2. Sammy sagt:

    Kann ich bestätigen. Die erste Hälfte ist zwar locker und nett zu lesen aber man kann das Buch auch jederzeit beiseite legen ohne das Gefühl wirklich was zu verpassen. Die zweite Hälfte machts dann aber doch noch spannender und am Ende des Buches weiß man eines: Es wird wohl mindestens einen Folgeband geben! (Oder gibt es da schon was?)

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