[Rezension] Dezembersturm von Iny Lorentz

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„Dezembersturm“ ist mein erstes Buch von Iny Lorentz. Doch meine Meinung ist etwas gespalten über dieses Buch…

Vielen Dank an den Droemer/Knaur Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Inhalt:

Ostpreußen 1875: Die junge Lore lebt nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrem Großvater Nikolaus von Trettin. Lore hält diesen für verarmt und ahnt nicht, dass er sein Geld beiseite geschafft hat, um es ihr nach seinem Tod zu vererben – sehr zum Ärger seines Neffen, der die Rivalin aus dem Weg schaffen will. Um sie zu retten, schmiedet Nikolaus einen tollkühnen Plan: Lore soll nach Amerika auswandern und so ihrem geldgierigen Verwandten entkommen …

Erster Satz:

„Die Finger ihres Großvaters bohrten sich in Lores Schulter.“

Meinung:

Lore ist ein junges 15-jähriges Mädchen, dass alles verloren hat: Familie, Heimat und ihre Hoffnung. Nach dem Brand des Elternhauses, schickt sie ihr kranker Großvater allein ins ferne und ungewisse Amerika. Doch es geht alles schief, was nur schief gehen kann und die Ungewissheit in Lores Leben geht weiter…
Weiteres vom Inhalt werde ich nicht preisgeben, da sonst ich sonst den kompletten Inhalt wiedergeben würde, was bei diesem Buch doch fatal wäre.

Iny Lorentz‘ Stärke ist die tiefe der Charaktere nicht. Man lernt viele Personen kennen: Lore, Onkel Fridolin, den Großvater, Doktor Mütze, Nathalia und auch den böse Onkel Ottokar und Nathalias Vetter Ruppert. Man merkt bei den Personen, dass es gute und böse gibt, doch leider  hat man das Gefühl, dass das eine Art Maske ist, die den Charakteren aufgesetzt wurde. Schade, dass die Figuren so flach dargestellt wurden!
Lore ist eine sehr mutige, doch aber sehr unscheinbare Figur, die man erst zum Ende des Buches als eine eigenständige Person wahrnimmt. Denn die meisten Entscheidungen, die sie trifft, werden ihr eher übergestülpt, als das sie sie selbst trifft. Doch ist das nicht unbedingt ein negativer Aspekt in diesem Buch, denn den Verlust der eigenen Familie und Heimat muss man auch erstmal verkraften, was nicht in einer Woche getan ist!
Die ganze Zeit ist eine traurige, melancholische Stimmung vorhanden, die auf mich (im negativen Sinne) übergeschwappt ist, denn das Leben von Lore ist nicht nur schrecklich! Sie tat mir sehr leid als Figur für diesem Roman verwendet worden zu sein, denn dieses Leben mit dieser Stimmung hat sie nicht verdient!

Aus der Handlung hätte die Autorin mehr raus holen können, doch leider ist eine Geschichte entstanden, die voller Übertreibungen und Klischees voll gepackt wurde, die durch die sehr einfache Sprache noch unterstrichen wurden.
Es ziehen sich viel Unglück und Missmut durch das ganze Buch, dass man sich selbst motivieren musste das Buch weiter zu lesen… Schade! Die Liebesgeschichte, die es in diesem Buch gibt, hätte weiter ausgebaut werden können, um auch den Leser weiter am Ball halten zu können!

1 positiven Aspekt möchte ich noch hervorheben: Mir gefällt das Cover sehr und finde es sehr passend für diesen historischen Roman!

Fazit:

Ich finde die ganze Geschichte an den Haaren herbeigezogen, die ich keinem weiter empfehlen würde.

Wertung: 2,5/5 Sternen

Handlung: 2/5
Charaktere: 2/5
Lesespaß: 2,5/5
Gestaltung: 4/5
Preis/Leistung: 3/5

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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Jouir la vie sagt:

    Das Buch kenne ich nicht, doch diese Art Cover gefallen mir sehr gut…

    Sei lieb gegrüßt
    Kvelli

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