[Rezension] Ach, wär ich doch nur zu Hause geblieben von Kerstin Gier

Dieses Buch habe ich von Rici (Herzgedanke) bekommen, die ein Rezensionswettbewerb veranstaltet, da ihr Blog 1 Jahr alt wird! Vielen Dank, dass ich daran teilnehmen durfte!
Dann kommen wir mal zur Rezension:

Inhalt:

Wie man Postkartentexte richtig deutet, warum es sinnvoll ist, die Sprache des Urlaubslandes zu sprechen, was man unter authentischem Ambiente versteht und wer einem in der schönsten Zeit des Jahres den letzten Nerv rauben kann… Kerstin Gier schildert lauter urkomische Missgeschicke, die einem bevorzugt im Urlaub passieren, und kennt auch die Antwort auf die Frage, warum sie eigentlich jedes Jahr wieder auf Reisen geht: Damit wir alle was zum Lachen haben.

Erster Satz:

„Ich bin ein Angsthase.“

Meinung:

Kerstin Gier präsentiert dem Leser 29 Kurzgeschichten, die sich alle um das Thema Reisen, Urlaub und die Vorbereitung auf diesen beschäftigen. Angefangen von diversen Phobien, die man sich gar nicht vorstellen kann, bis hin zu angeberischen Freunden und Familienmitgliedern ist alles dabei!
Die Ich-Erzählerin und Protagonistin Kerstin ist mir von Anfang an sehr sympathisch, gerade weil sie Situationen mit Skorpionen, riesigen Spinnen und Käfern und mit nervigen Mitmenschen mit Bravour und viel Charme meistert. Bei diesen und vielen anderen Situationen habe ich richtig mit gelitten, ich wäre wahrscheinlich panisch aus dem Hotel gerannt und nie wieder zurück gekommen. Doch Kerstin hat immer wieder Mut bewiesen und sich den Problemen gestellt. Teilweise scheint sie schon fast perfekt zu sein, doch schauen hin und wieder immer wieder kleine „Schönheitsfehler“ auf, die Kerstin umso menschlicher machen.
Ich habe immer wieder das Gefühl gehabt, dass dieses Buch viele autobiographische Elemente beinhaltet. Denn auf 2 Seiten sind auch Postkarten abgebildet, die an Kerstin Gier adressiert sind und da die Autorin und die Protagonistin beide auf den Namen „Kerstin“ hören, wäre es sehr naheliegend.
Doch egal, ob autobiographische Elemente in diesem Buch vorhanden sind oder nicht. Alle Geschichten sind sehr unterhaltsam, haben viel Witz, Charme und eine Prise Ironie. Alle diese Elemente haben mir meinen Urlaubsstart versüßt, als ich im Flugzeug saß und mir die verschiedensten Geschichten über diverse Phobien, unter anderem die Flugphobie, durchgelesen habe.
Doch so lustig ich die Geschichten auch finde, so muss ich leider auch sagen, dass diese Ängste nicht unbedingt auf die leichte Schulter genommen werden sollten. Denn wenn jemand eine Phobie hat, sollte man diesen nicht auslachen, sondern versuchen irgendwie zu helfen, dass dieser nicht in eine solche Situation gerät, die ihm/ihr vor anderen sehr peinlich sein könnte.
Doch glaube ich nicht, dass Frau Gier diese Menschen lächerlich machen wollte, sondern einfach die kleinen Ängste beim Verreisen aufzeigen und verharmlosen wollte, in der Art wie: „Seht her auch ich und viele andere Menschen haben diese und ähnliche Probleme auch!“.

Fazit:

Wer gerne Kurzgeschichten liest, die sehr humorvoll sind, der ist bei „Ach, wär ich doch nur zu Hause geblieben“ genau an der richtigen Stelle. Passend für die Leser, die sich auf ihren Urlaub vorbereiten wollen… Sie werden sich zurück erinnern und denken: „Ja, genauso ist es mir auch ergangen.“.

Wertung: 5/5 Sternen

Handlung: 4,5/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 5/5
Gestaltung: 5/5
Preis/Leistung: 5/5

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