[Rezension] Numbers von Rachel Ward

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Nach dem Frauenroman, von dem ich nicht wirklich überzeugt war, habe ich mich entschlossen „Numbers“ zu lesen. Ein sehr spannender und zu Tränen rührender Roman!!

Vielen Dank an den Chicken House Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Inhalt:

Augen, so heißt es, sind das Fenster zur Seele. Doch wenn Jem in fremde Augen blickt, sieht sie eine Zahl. Und die ist unauslöschlich. Denn die Zahl ist ein Datum. Der Tag, an dem ihr Gegenüber sterben wird. Diese Gewissheit hat Jem seit dem Tod ihrer Mutter. Deshalb meidet sie Menschen. Ist am liebsten allein. Bis sie Spinne kennenlernt – und mit ihm das Leben. Jem ist glücklich, zum ersten Mal. Doch als die beiden zum Riesenrad, dem London Eye fahren, passiert es – um sie herum haben alle dieselbe Zahl. Jem weiß: Etwas Furchtbares wird passieren. Heute. Hier. Fluchtartig verlassen Spinne und sie das Gelände. Und lösen damit eine Kettenreaktion aus. Spinne und Jem werden zu Gejagten. Von der Polizei, den Medien, den Menschen. Und Spinnes Todestag rückt näher und näher…

Erster Satz:

„Es gibt bestimmte Orte, wo wir uns rumtreiben.“

Meinung:

Als ich mir zum ersten Mal den Klappentext durchgelesen haben, ist mir ganz anders geworden. Allein die Vorstellung, dass ich jemanden in die Augen schaue und weiß wann der jenige sterben wird ist eine Horrorvorstellung! Und gerade dieser Ungewissheit was passieren wird und wie sich die Geschichte entwickelt und ob ich es wirklich lesen soll oder nicht hat mich total fasziniert und hibbelig gemacht, dass ich dann zum Schluss doch noch dazu gegriffen habe und es in einem Schwung durchgelesen habe! 😉
Ich kann sehr gut verstehen, dass Jem durch ihr Schicksal eine Einzelgängerin ist. Allein einen Menschen in die Augen zu schauen, den man liebt und schätzt und zu wissen, dass der Tag des Todes immer näher rückt ist schon Vorstellung, die ich niemanden wünsche und das leben des eigenen Lebens sehr schwer macht.
Als Jem ihre Mutter verloren hat, hat sie diese Fähigkeit bekommen. Anfangs waren ihr diese Zahlen kein Begriff und sie konnte damit auch nicht viel anfangen bis sie dann mitbekommen hat, dass der Tag an dem die Menschen sterben, mit der Zahl in ihren Augen übereinstimmt. Außerdem verschwinden nach dem Tod die Zahlen, sodass sie sich dann wirklich sicher sein konnte, dass sie die ganze Zeit das Datum wusste.
Von da an hat sie sich  dagegen gesträubt irgendwelche Freundschaften zu schließen oder anzufangen jemanden zu mögen oder gar zu lieben. Sie sehnt sich wirklich stark danach, auch wenn es nicht direkt ausgesprochen wird, sie vermisst es geliebt zu werden und jemanden zu lieben – allein zu sein ist eine schlimme Situation!
Doch leider kommt es so, wie es doch irgendwie kommen musste. Denn schließlich kann sich ein Mädchen im Alter von 15 Jahren nicht gegen die Liebe und das verliebt sein ankommen.
Sie lernt Spinne kennen. Versucht sich lange gegen ihn und seine enorme Anziehungskraft zu wehren, doch sie schafft es nicht. Doch das schlimmste an der ganzen Situation: Er wird in 3 Monaten sterben. Doch zu sehr steckt sie schon in dieser Freundschaft, die sich zu immer mehr entwickelt, um sich noch von ihm abzuwenden.
Spinne und Jem verstricken sich immer mehr in schlechte Freundschaften und blöde Zufälle, dass sie von der Polizei gesucht werden und fliehen müssen.
Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn der Tag an dem Spinne sterben muss rückt immer näher.

Viele meinten bevor ich das Buch gelesen habe, dass ihnen die Sprache nicht gefällt und sie deswegen das Buch etwas weniger gut finden. Doch ich muss sagen, dass ich überhaupt kein Problem damit hatte! Ich habe mich sofort einfinden können und war von Anfang an total begeistert! Die Art wie das Buch aufgebaut wurde, wie die Kapitel aufgebaut sind und der Schreibstil haben das Buch, abgegsehen vom Inhalt, noch spannender gemacht. Gut, es mag zwar eine sehr einfache und lockere Sprache sein, doch trotzdem war ich mitten drin und dabei!
Dieses Buch hat es geschafft mir sogar eine Träne aus meinen Augen zu bekommen, denn eigentlich weine ich eher weniger bei Büchern oder Filmen. Doch es war soo tarurig, dass ich gar nicht anders konnte…

Jem und Spinne sind zwei wirklich liebenswerte Charktere, beide sind etwas chaotisch und regieren in einigen Situationen etwas unüberlegt, doch gerade das lässt sie authentisch und sympathisch wirken. Es gibt eine Sache, die mich aber so im nachhinein wirklich gestört hat und das wäre, dass Jem wirklich in jeder Situation dem Leser mitteilt, dass Spinne stinkt, wonach er riecht und welche Ursachen es haben könnte und und und… Es gibt Dinge, die kann man einmal nennen und beschreiben, dann ist es aber auch wieder gut, denn man muss es ja nicht übertreiben!

Ich bin wirklich total begeistert von „Numbers“! Als ich dann auch gesehen habe, dass es auf englisch schon einen zweiten Teil gibt, doch bin ich mir durch das Ende von „Numbers“ sehr unsicher, ob ich es wirklich lesen soll. Aber Gott sei Dank muss ich es jetzt noch nicht entscheiden, denn es ist bisher noch nicht bekannt, ob und wann der zweite Teil erscheinen wird!

Fazit:

Wirklich ein sehr spannendes und interessantes Buch, dass mich total zu Tränen gerührt hat! Absolut empfehlenswert!!

Wertung: 5/5 Sternen

Handlung: 5/5
Charaktere: 4,5/5
Lesespaß: 5/5
Gestaltung: 5/5
Preis/Leistung: 5/5

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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Ich fand den Schreibstil an ein paar Stellen etwas holprig bzw. anstrengend, aber ich glaube das liegt auch an der Übersetzung. Generell stimme ich dir nämlich zu, dass der Ton absolut zum Inhalt des Buches gepasst hat.
    Ich finde ja, dass der 2. Teil noch viel spannender klingt 😀 Aber gelesen hab ich ihn noch nicht.

    PS. Geht das nur mir so oder ist die Schrift in deinem Blog extrem klein und das Grau auf dem dunklen Hintergrund dadurch noch schwerer zu lesen?

    1. catbooks sagt:

      Das ist schon recht klein und kann durch die Lichteinstellung recht schwer zu lesen sein… Nur leider gefällt mir momentan kein anderes Theme, wo man die Artikel die vergangen sind besser lesen kann! Tut mir leid, dass du deine Augen so anstrengen musst beim Lesen!! 😦

  2. Kein Problem 😉 Ich scroll mir die Schrift meistens größer, dann geht es einigermaßen.

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