[Rezension] Lamento von Maggie Stiefvater

Mein zweiter Roman von Maggie Stiefvater! 😀

Vielen Dank an den PAN Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Inhalt:

Immer wieder träumt die 16-jährige Deirdre von einem geheimnisvollen Jungen namens Luke. Doch das sind nur Träume, oder? Das Mädchen kann es kaum glauben, als ihr Luke bei einer Schulaufführung plötzlich leibhaftig gegenübersteht. Noch seltsamer wird es, als ihre Großmutter sie eindringlich vor dem Jungen warnt und sie bittet, sich von ihm fernzuhalten. Das ist längst unmöglich für Deirdre: Sie hat sich unsterblich verliebt. Doch Luke ist nicht der, für den sie ihn hält. Als er plötzlich spurlos verschwindet und Deirdre sich auf die Suche nach ihm macht, gerät sie mitten hinein in einen magischen Krieg, der seit Jahrhunderten währt. Und sie erfährt, dass der Junge, den sie liebt, von der rachsüchtigen Feenkönigin mit einem ganz bestimmten Auftrag zu ihr geschickt wurde: Um sie zu töten…

Erster Satz:

„Wie lange er sich schon hier festklammerte, wusste er nicht.“

Meinung:

Anfangs war ich von „Lamento“ noch sehr begeistert und habe wirklich jeden, der sich für das Buch, das ich gerade lese, interessiert hat, empfohlen.
Ich bin sehr schnell in das Buch hinein gekommen, was an dem sehr flüssigen und schönen Schreibstil lag. Sie hat eine sehr poetische Ader, die das ganze Geschehen mystisch und romantisch werden lässt.
Deidre ist eine ganz normale Jugendliche, die ausgezeichnet Harfe spielen und wunderschön singen kann. Aus diesem Grund wird sie von ihrer Mutter gefördert und gedrängt Musik zu machen, daher geht sie auf eine musikbetonte Schule und hat auf vielen Festlichkeiten Auftritte, wo sie ihr Talent unter Beweis stellen kann.
Auch wenn Deidre es liebt Musik zu machen, so ist sie doch vor jedem Auftritt immer sehr aufgeregt, dass sie sich übergeben muss und ihr so schwindelig wird und sie auch schon sehr oft davor umgekippt ist.
Maggie Stiefvater beschreibt diese Situationen sehr authentisch. Man kann sich sehr gut in die Gefühle und Lage von Deidre hineinversetzen, dass man sogar mit leidet. Denn ich denke, dass alle sich vor einem Auftritt sehr unwohl fühlen und Angst haben zu versagen.
Der Junge, von dem Deidre öfter geträumt hat, ist Luke. Nie hätte sie sich erträumt, dass es ihn wirklich gibt, doch es gibt ihn. Er erscheint am Tag ihres Auftritts in der Schule, wo er versucht ihr das Lampenfieber zu nehmen und sie zu beruhigen. Luke ist von Anfang an ein sehr  mystischer und geheimnisvoller junger Mann, der genauso wie Deidre musikalisch sehr begabt ist! Zuerst war mir nicht wirklich klar warum er überhaupt aufgetaucht ist und Dees (Deidres Spitzname) Leben durcheinander bringt. Doch nach und nach öffnen sich einige Türen und das Geheimnis wird langsam gelüftet. Dee lernt seine Gedanken zu lesen und versteht, warum sein Verhalten so distanziert ist und welch schlimme Erlebnisse er über sich ergehen lassen musste.
Die Beziehung zwischen den beiden ist trotz weniger Körperkontakt sehr innig. Gefühle werden mit Worten, Taten, Gedanken und Musik an den anderen herangetragen. Die Beschreibungen sind wirklich sehr poetisch und romantisch, dass auch bei mir als Leser Gefühle hervorkommen.

Die Feen und Elfen spielen eine wichtige Rolle in diesem Buch, auch wenn es anfangs gar nicht so zum Vorschein kommt, doch sie sind nicht zu unterschätzen. Sie sind bösartig, greifen hilflose Menschen an. Erst nach und nach kommen die Motive ihres Handelns zum Vorschein…
Doch leider kann ich dieser Feenart leider nichts abgewinnen. Für mich sind Feen einfach keine schlechten und bösartigen Wesen. Sie werden in einer Welt geschaffen, die ich so nicht kannte und ich glaube auch so gar nicht kennen wollte. Denn mein Feenbild ist komplett anders. Schade, denn das war der Grund, warum das Buch für mich nicht spannend blieb bis zur letzten Seite. Potential war definitiv da und ich kann auch andere Leser gut verstehen, die das Buch sehr spannend fanden, doch bin ich inhaltlich schon fast aus der Geschichte ausgestiegen, denn ich konnte es nicht nachvollziehen, dass Maggie Stiefvater diese wundervollen Geschöpfe böse gemacht hat!

Das Cover finde ich wirklich sehr schön und wurde passend zum Thema und Inhalt des Buches gestaltet. Für Fantasy-Fans sehr ansprechend!

Fazit:

„Lamento“ ist ein Buch, dass viel Romantik und Fantastik beinhaltet. Trotz meinen Problemen mit den Feen, ist dieses Buch lesenswert und ich würde niemanden 100%ig davon abraten es zu lesen, denn die Sprache und der Stil von Maggie Stiefvater ist wirklich einzigartig und wunderschön! Doch muss man sich trotzdem vorher bewusst werden welche Wesen man erwartet, um nicht von dem Buch enttäuscht zu werden!

Wertung: 3,5/5 Sternen

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 3,5/5
Gestaltung: 5/5
Preis/Leistung: 4/5

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6 Kommentare Gib deinen ab

  1. Sarah sagt:

    Ah, danke für die ausführliche Rezension! Ich habe schon viel Durchwachsenes über „Lamento“ gehört und bin froh, endlich mal eine Begründung für eventuelles Nicht-Gefallen zu lesen 🙂 Denke aber, ich werde mein Glück mit dem Buch auch mal probieren – denn mich schrecken „böse Feen“ rein garnicht ab.

    1. catbooks sagt:

      Danke für das Kompliment! Ich hoffe, dass die die bösen Feen nicht abschrecken!! 😉
      Ich werde aber trotzdem den zweiten Teil lesen, denn er scheint auch etwas anders zu sein und keine direkte Fortsetzung! 😀

  2. Stephie sagt:

    Ich hab eigentlich gar nicht wirklich ein Bild von Feen und wenn ich mir Tinkerbell so ansehe, dann kann ich mir durchaus auch böse Feen vorstellen XD

    1. catbooks sagt:

      Ja, Tinkelbell ist wirklich eine kleine Zicke^^
      Aber irgendwie ist meine Grundeinstellung, dass sie nur gutes verrichten sollen!!
      Aber naja, es gibt ja von jeder Sorte auf der Welt gut und böse! 😉

  3. Bettina sagt:

    Mir gefallen diese bösen Geschöpfe!

  4. Böse Feen sind ja inzwischen auch keine so neue Idee mehr, aber das finde ich irgendwie süß, dass dich das so sehr abschreckt ^.^ Mich hat das nicht gestört, ich fand das Buch aber trotzdem nur mittelmäßig. Luke fand ich nicht soo überzeugend und die ganze Harfe/Dudelsack/Feen Sache kam irgendwie ziemlich altmodisch daher. Wirst du die Fortsetzung lesen?
    Ich finde auf jeden Fall, dass Maggie in ihren Wolves of Mercy Falls Büchern ihr Schreibtalent wesentlich deutlicher unter Beweis stellt.

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