[Rezension] So lange bin ich vogelfrei von Sabrina Tophofen

Ihr wundert euch sicherlich woher jetzt die Rezension kommt, doch dieses Buch habe ich mal schnell nebenher gelesen. Ich fand dieses Buch sehr interessant und habe es daher schnell mal gegriffen und schnell mal gelesen… 😉

Vielen Dank an den Arena Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Inhalt:

Mit elf Jahren bricht Sabrina aus dem Kinderheim aus. Sie landet in Köln auf der Domplatte, wo sie zum ersten Mal Geborgenheit und Schutz erfährt, aber auch auf Gewalt und Aggression, Drogenkonsum und Missbrauch der Obdachlosen trifft. Auf einzigartige Weise dokumentiert Sabrina ihren täglichen Kampf ums Überleben – für das Recht auf Selbstbestimmtheit und Akzeptanz.

Erster Satz:

„Plötzlich stehen sie im Zimmer.“

Meinung:

„So lange bin ich vogelfrei“ ist, wenn ich es so sagen darf, eine ziemlich krasse Geschichte, die Autorin schildert ihr Leben ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, so wie auch sie es erlebt und gefühlt hat. Sie muss sich jeden Tag durchkämpfen, denn als sie als Kind ihren Vater angezeigt hat und darauf hin ins Heim gekommen ist, hat sie sich immer allein gefühlt. Sie hatte jeden Tag den sehnlichen Wunsch nach Geborgenheit, Liebe und Zuwendung. Als sie dann aus dem Heim flüchtet wird ihr von einer guten Freundin geraten sich zur Domplatte zu begeben und sich an „Iris Lerke“ zu wenden.
Dort angekommen wird sie sofort in die Gemeinschaft aufgenommen und hat endlich das Gefühl zu wissen was man unter Geborgenheit versteht. Dort wird ihr auch der Spitzname „Topi“ gegeben, der sie als jüngste von allen anderen auszeichnet. Topi muss wirklich viel durchstehen, denn Gewalt, Drogen, Alkohol und Missbrauch gehören an die Tagesordnung. Doch sie ist eine starkes junges Mädchen und versteht, dass ihr aktuelles Leben nicht das Ende seinen sollte. Daher wendet sie sich an den Sozialarbeiter Andreas, der ihr helfen soll in ein normales Leben zurück zu kehren…

Das Schicksal von Topi ist mir wirklich sehr ans Herz gegangen. Ich finde es immer wieder schrecklich, dass Jugendliche und auch Kinder ein solches Schicksal erleiden müssen. Gerade wenn man eine solche Geschichte liest merkt man erst wie dankbar man sein sollte ein Dach übern Kopf zu haben, geliebt zu werden und Menschen zu haben, die einem immer helfen – gerade die Eltern-.
Das wirkungsvolle an diesem Buch ist, dass man das Gefühl hat gerade mit dabei zu sein, wenn Topi ihre Situationen schildert, denn das Buch ist im Präsens geschrieben. Das zeigt auch mir nochmal, dass der Autorin es wirklich wichtig ist, dass auch anderen Kindern nicht das gleiche Schicksal erleiden sollen. Ich konnte die gesamten Gefühle spüren und habe mit Topi geleidet, sodass ich auch ab und zu das Buch aus der Hand legen musste, da man das irgendwie gar nicht begreifen kann, dass ein Kind das alles durchstehen muss.
Die Autorin beschreibt trotz der Situation alles sehr nüchtern und sachlich, doch da ich ein Mensch bin, der sich alles vorstellt was er liest, hatte ich immer zu die Bilder im Kopf, dass es trotzdem sehr emotional auf mich gewirkt hat.

Das faszinierende an der gesamten Geschichte ist, dass Topi sich nicht unterkriegen lässt und kämpft, kämpft um ein anderes, besseres Leben! Man kann wirklich nur den Hut ziehen für diesen Mut gegen das Schicksal anzukämpfen und zu zeigen, dass man sich dem nicht beugt!

Fazit:

„So lange bin ich vogelfrei“ ist eine ehrliche, reale und sehr ergreifende Geschichte, die mich nicht mehr losgelassen hat. Ich hoffe, dass dieses Buch von vielen Menschen gelesen wird, denn man sollte dieses Thema nie aus den Augen lassen oder gar vernachlässigen!

Wertung: 

Handlung: 5/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 5/5
Gestaltung: 5/5
Preis/Leistung: 5/5

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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Ela sagt:

    Hi,

    danke für diese tolle und ausführliche Rezension.
    Das Buch kannte ich bisher noch nicht und werde es mal im Auge behalten.
    Sind die Personen in diesem Buch real oder fiktiv?

    LG Ela

    1. catbooks sagt:

      Vielen Dank!!!
      Sie Namen der Figuren sind fiktiv, die Geschichte und die Taten der Personen ist aber echt!

      1. Ela sagt:

        Ok, dankeschön.
        Das dachte ich mir, wie gesagt es klingt sehr interessant.
        LG Ela

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