[Rezension] Crashed von Robin Wasserman

Juhu!! Endlich konnte ich erfahren, wie es mit Lia Kahn und den anderen Mech weitergeht!!😀

Vielen Dank an den Script5 Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Inhalt:

Sechs Monate sind vergangen, seit Lias Wirklichkeit auf den Kopf gestellt wurde. Sechs Monate voller Zweifel, Angst und Auflehnung gegen die Tatsache, dass ihr Körper tot ist und Lia Kahn nur in einer menschenähnlichen Maschine weiter existieren wird. Jetzt ist Lia bereit, ihr neues Dasein zu akzeptieren: Sie ist ein Mech und sie gehört zu ihresgleichen. Es ist eine wilde, sorglose Existenz, die sie führen, ohne Regeln, ohne Angst. Denn es gibt nichts zu fürchten, wenn man nichts mehr zu verlieren hat. Doch dann wird Lia von ihrer Vergangenheit eingeholt. Sie muss eine Wahl treffen zwischen ihrem alten Leben und ihrer neuen Freiheit, zwischen den Menschen und den Mechs. Sie muss sich entscheiden zwischen dem Mädchen, das sie war, und dem Jungen, den sie einmal geliebt hat…

Erster Satz:

„Als ich lebte, träumte ich vom Fliegen.“

Meinung:

Mittlerweile ist Lia Kahn schon ein halbes Jahr ein Mech und seit dem ersten Teil „Skinned“ hat sich einiges verändert. Sie lebt nicht mehr bei ihren Eltern, sondern bei anderen Mech auf einem Grundstück. Diese Mech-Gemeinschaft wird von Jude angeführt, an den Lia doch immer wieder mit ihrer Art aneckt.
Ob sie es wirklich bereut nicht mehr bei ihren Eltern zu wohnen kann man nicht wirklich sagen, denn ihre Mutter kann sie nicht mehr ansehen bzw. mit ihr in einem Raum sein, ihre Schwester betitelt sie als Fremde und ihr Vater akzeptiert sie, vermisst sie sogar, doch zugeben kann er es nicht. Es ist für Lia eine sehr schwierige und unangenehme Situation, dass ich es sehr gut verstehen kann, dass sie lieber bei den anderen Mechs sein möchte.
Da die Mechs keine Schmerzen, weder körperlich noch seelisch, verspüren können suchen sie den Kick, um doch irgendwie einen Schmerz fühlen zu können. Sie wollen sich doch menschlich fühlen, auch wenn sie wissen, dass sie nur als Maschine angesehen werden. Diese Andrenalinschübe sind jedoch immer nur von kurzer Dauer, daher hat jeder einzelne Angst dieses Gefühl zu verlieren, da sie sich an diesen Kick gewöhnen könnten.

Im ersten Teil wurde viel Wert auf Lia, ihre Gefühle und ihre aktuelle, neue Situation gelegt. Sie ist eine sehr starke Persönlichkeit, die das Gute in den Menschen und Maschinen sieht.
Doch im zweiten Teil wird hingegen viel Wert auf die politische Situation und die Hintergründe der Hauptfiguren gelegt. Es hat sich eine „Bruderschaft der Menschen“ gebildet, die verhindern möchte, dass es noch weitere Mechs wie Lia ins Leben gerufen werden und die Menschen bedrohen. Doch wäre das für Lia und ihre Gemeinschaft nicht schon schlimm genug, ist der Anführer dieser ganzen Organisation: Auden. Es scheint, dass er zusammen mit seinem Partner Savona alles daran setzt einen bitteren Kampf zwischen Mensch und Maschine auszulösen.
Lia kann sich nicht so recht vorstellen, dass Auden sich soo sehr verändert hat, schließlich war er derjenige, der ihr immer und in jeder Situation zur Seite gestanden hat…
In dieser Welt zu „leben“ ist nicht wirklich leicht. Es ist eine sehr unsichere Welt, in der man niemanden vertrauen sollte, denn selbst wenn man sich jemanden anvertraut, kann das irgendwann gegen einen verwendet werden. Die Erfinder der Mechs,  „Bio-Max“, sind auch nicht 100%ig vertrauenswürdig, wie noch im ersten Teil. Die Gedanken und Erinnerungen der Skinner werden von diesem Konzern auch nur so lange gespeichert, wie sie es wünschen.

In diesem Buch gibt es viele wirre und verstrickte Handlungen, die die gesamte Geschichte sehr komplex machen und Anfangsschwierigkeiten mit sich bringt. Auch wenn der zweite Teil die gesamte Geschichte rund um Lia Kahn nicht viel weiter bringt, so wird man trotzdem mit einem befriedigendes Gefühl aus dem Buch entlassen, denn nun werden viele Situationen klarer, da einem die Hintergrundinformationen näher gebracht wurden.
Gerade durch diesen guten Zwischenband freue ich mich schon sehr auf den dritten Teil! Ich hoffe, dass viele oder gar alle Probleme, Konflikte und Unklarheiten gelöst werden können.

Fazit:

„Crashed“ war ein wirklich guter zweiter Teil. Er hat alle wichtigen Dinge aus dem ersten Band „Skinned“ aufgegriffen und zusammen mit neuen „Erfahrungen“ vermischt, sodass auch die Spannung weiterhin aufrecht erhalten werden konnte.
Man erfährt in diesem Band viel mehr über das Leben als Mech und kann dadurch die einzelnen Handlungen und den Konflikt zwischen Mensch und Maschine besser nachvollziehen.

Hinweis:

Die Reihe besteht aus folgenden Teilen:

Teil 1: Skinned (Rezension)
Teil 2: Crashed
Teil 3: Wired (Rezension)

Wertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4,5/5
Lesespaß: 4/5
Gestaltung: 5/5
Preis/Leistung: 4,5/5

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