[Rezension] Taxi to Heaven von Pater Manfred Entrich

Ein kurzes, teilweise interessantes und teilweise enttäuschtes Lesevergnügen…

Vielen Dank an den Pattloch Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Inhalt:

Über Sex, Geld und Gott spricht man nicht! „Das ist Quatsch“, meint Manfred Entrich, ein Bonner Seelsorger, wortmächtiger Dominikanerpater und passionierter Taxifahrgast. „Im Auto führe ich die interessantesten Gespräche. Nirgendwo kommt man mit wildfremden Leuten leichter ins Gespräch.“ Jeder Taxifahrer erkennt den Geistlichen am Kragen und will mit ihm über die wirklich wichtigen Dinge des Lebens reden: über seine Wünsche und Erwartungen an das kurze Leben hier und was danach kommt.

Erster Satz:

„Mensch sein!“

Meinung:

Manfred Entrich ist Pfarrer, Dominikanermönch und ist aufgrund seiner Berufung jemand der viel unterwegs und auf Reisen ist. Auch merkt man ihm schnell an, was seine Berufung ist, schließlich unterhält er sich gerne über Gott und die Welt, begegnet seinen Mitmenschen ohne Vorurteile und fungiert auch gerne mal als eine Art Seelsorger.
Herr Entrich scheint wirklich ein sehr sympathischer und interessanter Mann zu sein, der mit seiner Erfahrung anderen auch gut helfen kann.
Die Gespräche werden wie der Titel es schon verrät nicht nur im Taxi, sondern auch in der Bahn oder auch im Flugzeug geführt. Doch ist es schon eine Berufskrankheit alle Themen schnell in eine katholische Sicht einzufärben.
Es ist sehr interessant zu sehen, wie ein Pfarrer über viele moderne Themen denkt und auch wirklich toll war, dass er keinem Thema ausgewichen ist, sondern mit allen offen und ehrlich da drüber geredet hat, doch empfand ich die Kapitel als zu kurz. Ich hätte mich gefreut, wenn er mehr ausgeholt hätte und noch mehr über sein Leben und Erlebnisse als Pfarrer erzählt hätte.

Hinzu kommt noch, dass ich habe mir von dieser Road-Story doch etwas mehr versprochen. Ich habe mich zwar darauf eingestellt, dass es ein relativ kurzes Vergnügen werden wird mir einigen kurzen Anekdoten aus dem Leben eines Pfarrers, doch von dieser Art und Weise, wie das Buch aufgezogen wurde, bin ich doch mächtig enttäuscht.
Nachdem mir „Und im Zweifel für sich selbst“ schon nicht 100%ig zugesagt hatte, dachte ich, dass ich es nochmal mit einer Road-Story probiere, schließlich sind ja nicht alle gleich. Doch leider muss ich zugeben, dass diese Art von Geschichten wohl einfach nicht mein Fall sind.

Fazit:

Dieses Buch bietet die Möglichkeit in den Kopf eines modernen Pfarrers hineinzuschauen, der vor der Beantwortung der verschiedensten Fragen – auch Fragen über Sex – keine Angst hat, wie man es sonst von geistlichen erwartet.
Es ist ein sehr kurzes und interessantes Buch, dass ich jedoch nur denen weiterempfehlen würde, die kein Problem mit Road-Stories haben!

Wertung: 

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 3/5
Gestaltung: 3,5/5
Preis/Leistung: 3,5/5

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