[Rezension] Ash von Malinda Lo

am

Auch wenn ich anfänglich meine Probleme hatte, ließ sich dieses Buch dann doch sehr schnell lesen… 😉

Vielen Dank an den PAN-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Inhalt:

Als Ashs Vater stirbt, beginnt ihre Stiefmutter, sie wie eine Sklavin zu behandeln. Wann immer Ash entkommen kann, schleicht sie sich in die Wälder – denn dort, so heißt es, suchen Feenmänner nach Frauen, die sie als ihre Geliebten entführen können. Und obwohl dies ihren Tod bedeuten würde, erscheint es Ash besser als das Leben, zu dem sie verdammt zu sein scheint. Doch dann ändert sich alles, als der Königssohn beginnt, Brautschau zu halten, und sein Hofstaat in Ashs Dorf kommt …

Erster Satz:

„Aislings Mutter starb mitten im Sommer.“

Meinung:

Malinda Lo erzählt mit „Ash“, das uns allen bekannte Märchen Cinderella bzw. Aschenputtel neu. Aisling (kurz: Ash) lebt zusammen mit ihren Eltern in einem kleinen Dorf in der Nähe eines Waldes. Als ihre Mutter plötzlich krank wird und stirbt, bricht für Ash eine Welt zusammen, schließlich war ihre Mutter die wichtigste Person in ihrem Leben. Doch eine lange Trauerphase kann sie nicht durchleben. Ihr Vater ist viel auf Reisen und bringt eines Tages eine Frau mit ihren 2 Töchtern nach Hause, die er Ash als seine neue Frau vorstellt.
Schnell wird klar, dass Ash ab diesem Punkt nur noch die zweite Geige spielen wird und die Töchter der neuen Frau bevorzugt werden. Gerade in dieser schwierigen Zeit klammert sich Ash an die Märchen und Feengeschichten, die sie von ihrer Mutter immer erzählt bekommen hat, denn von nun an wird sie gezwungen als Dienstmagd für ihre Stiefmutter Lady Isobel zu arbeiten.
Wenn sie mal etwas freie Zeit zur Verfügung hat, geht sie in den Wald, um sich von den Strapazen in dem Hause ihrer Stiefmutter zu erholen. Dort trifft sie einen Feenmann, einen Sidhean, auf den sie sich schnell einlässt und eine sehr gefährliche Freundschaft anfängt. Als sie die königliche Jägerin Kaisa trifft beginnt sich ihr Leben zum Guten zu verändern… doch dann fordert Sidhean, dass Ash ihren Verpflichtungen nachkommt.

Die Idee die Aschenputtel-Geschichte wieder aufzugreifen und zu verändern finde ich gar nicht schlecht, schließlich sind die Handlung und die Probleme mit der Stiefmutter heutzutage immer noch aktuell.
Auch die Idee die Figur der Fee, wie in dem Film „Cinderella“ von Walt Disney, mit einzubringen ist eine sehr nette Idee. Doch leider hat es für mich an der Umsetzung der ganzen Geschichte gehapert.
Die ganze Geschichte kam am Anfang kaum in Schwung, ich musste mich doch etwas durch die ersten Seiten quälen, denn die Figuren und die Handlung konnten mich erstmal nicht mitreißen. Nach einiger Zeit habe ich mich an die Sprache, den Stil, die Figuren und den gesamten Ablauf der Handlung gewöhnt und das Buch ließ sich dann auch recht schnell und locker lesen.
Doch ist es wirklich schade, dass ich mich an solche farblosen und flachen Figuren gewöhnen musste. Weder Ash, die Jägerin Kaisa, Sidhean, die Stiefmutter und –schwestern oder der Prinz können Gefühle von Trauer oder Freude zeigen, die den Leser 100%ig von ihrer Echtheit überzeugen. Denn die Geschichte und die Grundzüge der Figuren geben eindeutig mehr her.
Die Beziehungen zwischen den Figuren sind leider genauso flach und teilweise nicht richtig durchdacht worden. Genauer beschreiben möchte ich das an dieser Stelle nicht, denn ich möchte den denjenigen, die dieses Buch noch lesen möchte nichts vorwegnehmen.

Malinda Lo hält sich meiner Meinung nach zu sehr an dem Original „Aschenputtel/ Cinderella“, dadurch konnte sie der Geschichte leider nicht ihren eigenen Stil und Charme geben. Das Potential ist da und die Idee ist wirklich gar nicht so schlecht, schließlich gibt es auch immer wieder Filme, die sich an dieser Idee orientieren und immer wieder einen Erfolg nachzuweisen haben.
Malinda Lo sollte sich ein Herz fassen und wirklich etwas ausprobieren!!

Auch wenn ich jetzt viel Negatives erzählt habe, so muss ich doch den Verlag hoch loben, denn das Cover sieht wirklich wieder wunderschön aus! Auch wenn das Buch mich inhaltlich nicht überzeugen konnte, so konnte es bei mir mit seinem Cover punkten!

Fazit:

„Ash“ ist eine nette Neuinterpretation eines schon bekannten Märchens, von dem man jedoch nicht zu viel erwarten sollte. Da Malinda Lo jedoch gerade dabei ist einen Begleitroman zu Ash zu schreiben, bin ich doch schon sehr gespannt, wie dieses Buch dann werden wird, schließlich hat mir ihr Schreibstil gut gefallen und ich lasse mich gerne doch von ihrem Talent, eine richtig gute Schriftstellerin zu sein, überzeugen.

Wertung: 3/5 Sternen

Handlung: 3/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 3/5
Gestaltung: 5/5
Preis/Leistung: 3,5/5

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Bei mir kam das Buch ähnlich an. Schöner Stil, nette Idee, aber Handlung zu lahm, langweilig und Charaktere zu flach. Ich vermute mal, dass Malinda Lo sich in ihrem nächsten Roman etwas mehr trauen wird. Der soll in der gleichen Welt spielen, aber eben eine eigene Geschichte haben.

    1. catbooks sagt:

      Na dann lassen wir uns mal überraschen!! 😉 Ich hoffe Frau Lo lässt sich dieses Mal mehr einfallen!!

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