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[Hörbuch-Rezension] Rain Song von Antje Babendererde

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Allgemeines:

Titel: Rain Song
Autorin: Antje Babendererde
Sprecherin: Julia Nachtmann

Spieldauer: 05 Stunden : 14 Minuten
Fassung: gekürzt
Veröffentlicht: 2010
Verlag: JUMBO Neue Medien & Verlag GmbH

Hörprobe: Audible, Jumbo Verlag

Inhalt:

Der Sturz von den Klippen am Cap Flattery hätte tödlich ausgehen können. Doch Hanna überlebt – dank dem Makah-Indianer Greg. Hat der Vorfall etwas mit Hannas verzweifelter Suche nach ihrer großen Liebe Jim zu tun, die vor fünf Jahren spurlos verschwand? Gemeinsam mit Greg macht Hanna sich daran, den Dingen auf den Grund zu gehen. Während sie Stück für Stück Jims wirkliche Identität entdeckt, erkennt Hanna in Greg ihre wahre Liebe.

Meinung:

Der Einstieg in die Geschichte wurde mir durch die Stimme von Julia Nachtmann nicht gerade erleichtert. Die rauchige und wenig gefühlvoll wirkende Stimme machte auf mich auf den ersten Blick einen schlechten Eindruck. Die anderen Hörbücher von Antje Babendererde wurde alle von sehr lieblichen und ruhig wirkenden Stimmen gesprochen, sodass ich mich erstmal daran gewöhnen musste.
Doch wie es meistens so ist, muss man sich immer erst daran gewöhnen. 😉 Nach der ersten halben Stunde habe ich das auch getan und fand die rauchige Stimme doch sehr angenehm, an die doch wenig gefühlzeigende Stimme konnte ich mich jedoch etwas weniger schnell gewöhnen und musste da doch erstmal besser in die Geschichte finden, um etwas Gefühl in der Stimme zu finden.
Julia Nachtmanns´Stimme wurde nach und nach authentischer und es hat dann auch wirklich viel mehr Spaß gemacht der wieder wunderschönen Geschichte rund um Greg, Hanna und der Makah-Indianer zu folgen.

„Rain Song“ ist die erste Geschichte, die ich von Antje Babendererde gehört haben, um der es nicht um Teenager, sondern zum Erwachsene geht. Die beiden Hauptcharaktere schätze ich auf Mitte/ Ende 20.
Hanna war vor 5 Jahren das erste Mal im Reservat der Makah-Indianer, nun ist sie zurück gekommen, um nach ihrer großen Liebe zu Suchen, die sie, nach eine sehr langen Geschichte, verloren hat.
Es ist für sie nicht sehr leicht damit zu leben und nicht zu wissen wo Jim sich aufhält und warum er sich all die Jahre nicht mehr bei ihr gemeldet hat.
Hanna hat es nicht sehr leicht von den Indianer akzeptiert zu werden, auch wenn sie nur 3 Wochen im Reservat bleibt. Sie ist die typische Weiße, die eine Bedrohung darstellt. Sie hat damals ihnen Jim „weggenommen“ und nun ist die Angst sehr groß, dass sie es wieder tut…
Hanna ist eine sehr sympathische, ruhige und lebensfrohe Person, die sich ihrem Schicksal stellt und nicht mit einer ungelösten Situation zufrieden stellen lässt.
Greg lernt Hanna bei ihrer Ankunft im Reservat kennen. Er scheint eine harte Nuss zu sein, der sowohl Hanna und auch sich das Leben schwer macht. Denn als Jim von seiner Reise nach Deutschland nie wieder nach Hause kommt scheint etwas in ihm gebrochen zu sein. Der Verlust eines guten Freundes und eines „Bruders“ trifft ihn mitten ins Herz.
Daher wirkt Greg auch sehr gefühlskalt und hart. Doch umso mehr die Geschichte voran schreitet umso mehr merkt man auch, wieso er sich so verhält und das er auch anders sein kann…
Die beiden Hauptcharaktere und die Nebenfiguren sind alle sehr liebevoll gezeichnet worden, dass man sie nur in sein Herz schließen kann. 😉

Es tut mir leid es zu sagen, aber ich mag Indianer nicht. Wenn ich im Fernsehen Wohnungen sehe, die voll sind von dem Indianerkitsch sind, wird immer ganz anders und ich schalte meistens weg.
Doch Antje Babendererde schafft es in ihren Büchern mich immer wieder (auch wenn es nur für einen Moment ist) für Indianer zu begeistern. Sie lässt klare Fakten über die Makah-Indianer sehr geschickt mit einfließen, sodass der Leser etwas mehr über diesen Stamm erfährt und man bestimmte Situationen besser nachvollziehen und verstehen kann.

Das Cover des Hörbuchs finde ich wirklich sehr schön: schlicht und einfach!
Neben der vernebelten Natur sieht man auch ein Stück Schnitzkunst, die eine sehr ausschlaggebende Rolle in diesem Buch spielt. Als ich das Cover zum ersten Mal sah, wollte ich dieses Buch unbedingt haben! 😉

Fazit:

Mit „Rain Song“ ist Antje Babendererde wieder ein sehr gutes Buch gelungen. Ein mystisches und spannendes Abenteuer, dass jeden sofort einnehmen wird – egal ob ihr euch für Indianer interessiert oder nicht! 😉

Wertung:

Handlung: 5/5
Charaktere: 5/5
Sprecherin: 4,5/5
Hörspaß: 5/5
Preis/Leistung: 5/5

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