[Rezension] Kleine Schiffe von Silke Schütze

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„Kleine Schiffe“ ist mein zweites Buch von Silke Schütze. 😀 Ich bin sehr froh, dass ich mich an andere Blogger orientiert habe, die diese Autorin empfohlen haben! 😉

Vielen Dank an den Droemer/Knaur Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Inhalt:

Wer hat behauptet, dass Liebe einfach ist? All das Herzklopfen und Himmelhochjauchzen, all die Ängste, Versuche und Bauchlandungen. Aber jeder muss da durch. Denn ohne Liebe tut das Leben weh. Erst wird Franziska vierundvierzig. Dann von ihrem Mann verlassen. Und als sie kurz darauf merkt, dass sie zum ersten Mal schwanger ist, weiß sie, dass sie noch einmal ganz von vorne anfangen muss. Aber wie soll das gehen? Zufällig trifft Franziska die ebenfalls schwangere, flippige neunzehnjährige Lilly – und lernt von ihr, dass das Leben ein wunderbares Abenteuer wird, wenn man sich nicht immer an die bekannten Spielregeln hält …

Erster Satz:

„Willst du das wirklich?“

Meinung:

Da ich von „Als Tom mir den Mond vom Himmel holte“ sehr begeistert war, konnte ich es mir nicht nehmen sofort zu dem nächsten Buch zu greifen! 😉
Dieses Mal wird es thematisch etwas ernster: Franzi ist 44 Jahre alt und lebt mit ihrem (Noch)Mann Andreas in Scheidung. Als Andreas dies vorgeschlagen hat, bricht für Franzi eine Welt zusammen. Sie dachte, dass sie glücklich sind und nun steht sie vor einem Scherbenhaufen. Doch nach einem ausgiebigen Gespräch mit ihrer besten Freundin Tina geht es ihr schon etwas besser. Sie kommt auf die Erkenntnis, dass sie sich noch sehr gut an ihr erstes Mal mit Andreas, jedoch nicht an das letzte Mal mit ihm erinnern kann. So kommt es, dass beide gleich nach der Scheidung nochmal zusammen im Bett landen. Doch das bleibt nicht ohne Folgen…
Sie wird schwanger. Schwanger mit 44 Jahren. Nun muss sie sich klar werden, ob sie wirklich eine späte Mutter sein möchte und muss sich zum ersten Mal in ihrem Leben eine eigene Meinung bilden, die sie dann auch durchsetzen muss.
Sie entschließt sich entgegen allen Warnungen und Vorurteilen das Kind zu bekommen. Bei einem Geburtsvorbereitungskurs lernt sie die 19-jährige, hippe und durchgeknallte Lilly kennen, die, was andere Menschen betrifft, wirklich ein großes Herz hat. Da Lillys Leben nicht gerade einfach ist, nimmt Franzi Lilly bei sich auf und zwischen den beiden entwickelt sich eine innige Freundschaft…

Silke Schütze hat es wieder geschafft mich mit ihrem authentischen und lebhaften Stil in den Bann der Geschichte von Lilly, Franzi und den anderen wundervollen Figuren zu ziehen.
Durch den Wechsel von ernsten und witzigen Dialogen zwischen allen Figuren liest sich dieses Buch wirklich schnell.
Ich weiß ehrlich grad nicht mit welchen der vielen wundervollen Figuren ich anfangen soll, weil sie alle es verdient hätten erster Stelle zu stehen. Silke Schütze schafft es jede Figur in den Mittelpunkt zu bringen, auch wenn sie eindeutig zu einer der Nebenfiguren gehört. 😉
Am besten ich fange mit Franzi an. Franzi ist eine außergewöhnliche Frau für mich. Sie scheint zwar anfangs eine typische Ehefrau zu sein, die sich auch nach ihrer Scheidung eher Männern anpasst und keine Meinung hat, doch das ändert sich sehr schnell nur nicht nur durch ihrer Schwangerschaft, sondern auch durch Lilly, die ihr wieder mehr Lebensfreude gibt. Sie schafft es sich um 180° zu drehen und ihr Leben auch mit 44 Jahren neu aufzustellen.
Sie meistert Situationen, die man ihr nie zugetraut hätte und lässt sich auf Personen ein, die sie früher nicht mal mit dem Hintern angeschaut hätte. Ich bin von Franzis Entwicklung wirklich begeistert! 😀
Lilly ist 25 Jahre jünger als Franzi und geht dementsprechend an die meisten Sachen auch mit mehr Elan, Spaß und ohne Hintergedanken ran. Sie lebt unbeschwert, macht sich kaum über etwas Sorgen und versucht mit Hilfe von ihrem Idol Elivis, ja der Elivis, alle ihre Probleme, die nur am Rande thematisiert werden, zu verdrängen und nur die positiven Aspekte des Lebens an sich ran zulassen.

Neben den vielen tollen Nebenfiguren, auf die ich hier jedoch nicht eingehen werde, da ihr euch auch etwas überraschen lassen sollt, finde ich es auch toll, dass es ein kurzes Wiedersehen mit alten Bekannten gibt! 😀
Sophie, Tom, Markus, Hedi und Lotti haben alle einen kurzen Auftritt in „Kleine Schiffe“. Ich habe mich total gefreut zu sehen, dass es allen Figuren auch nach dem Beenden des Buches noch gut geht und weiterhin ihren Weg gehen. 😉

Das Cover finde ich wirklich schön und gelungen. Ich finde es ganz gut, dass keine „Kleinen Schiffe“ abgebildet wurden. Auch wenn sie eine wichtige Stellung in diesem Buch einnehmen, finde ich es doch besser, dass es ein schönes, schlichtes und nachdenkliches Cover ist.

Fazit:

Silke Schütze hat auf eine ganz besondere Art und Weise das Thema „spätes Mutter sein“ aufgegriffen und verarbeitet. Es hat wirklich sehr, sehr viel Spaß gemacht dies zu verfolgen. „Kleine Schiffe“ ist ein ernster, aber doch witziger Roman, den ich auf jeden Fall weiterempfehlen werde! 😉

Wertung: 5/5 Sternen

Handlung: 5/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 5/5
Gestaltung: 5/5
Preis/Leistung: 5/5

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6 Kommentare Gib deinen ab

  1. Alexandra sagt:

    Juhuu liebe Anne,

    wusst ich es doch das dir auch dieses Buch super gefallen würde, alles andere hätte mich überrascht 😉

    Liebe Grüsse und noch einen schönen Rest Sonntag.

    Alexandra

    1. catbooks sagt:

      Ja, war wirklich toll!! 😀 Hätte mich auch wirklich sehr gewundert, wenn es mir nicht gefallen hätte! 😉

  2. Bettina sagt:

    Das Buch befindet sich auch in meinem Buchregal:)))))

    1. catbooks sagt:

      Super!! Wünsche dir ganz viel Spaß dabei!! 😀

  3. Steff sagt:

    Bis auf beim Cover sind wir uns ja ziemlich einig was das Buch betrifft. Ich finde es schon schade, dass keine Papierschiffchen abgebildet sind…Am besten noch mit den beiden Namen oder mit Zeilen des Gedichts. Der Baum mit den Lampions ist zwar auch essentiell, aber ich fand das das Gedicht Franzi einfach sehr geprägt hat.

    1. catbooks sagt:

      Ja, das stimmt wohl, dass das sehr geprägt hat, aber trotzdem bin ich mit dem Cover zu frieden. Es gibt Bücher, da finde ich es ganz gut, dass nicht durch Titel und Cover auf das wichtigste des Buches hingewiesen wird! 😉
      Das Buch wird ja dieses Jahr nochmal neu aufgelegt und da wird dann eine Bank abgebildet sein. Das finde ich dann noch unpassender! 😉

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