[Rezension] Eragon: Das Vermächtnis der Drachenreiter von Christopher Paolini

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Endlich ist meine erste wirklich laaaange SuB-Leiche gelesen worden!!! *freu*

Achtung, die Rezension kann Spoiler enthalten!!

Inhalt:

Als Eragon auf der Jagd einen blauen Stein findet, ahnt er nicht, dass dieser Fund sein Leben verändern wird. Denn aus dem Stein schlüpft ein Drachenjunges und beschert Eragon ein Vermächtnis, das älter ist als die Welt. Über Nacht wird er in eine schicksalhafte Welt voller Magie und dunkler Mächte geworfen, die regiert wird von einem Herrscher, dessen Grausamkeit keine Grenzen kennt. Mit nichts als einem Schwert bewaffnet, stellt sich Eragon dem Kampf gegen das Böse, an seiner Seite seine treue Gefährtin, der blaue Drache Saphira.

Erster Satz:

„Eragon kniete im zertrampelten Schilfgras und musterte mit geübten Auge die Fährte.“

Meinung:

Ich habe mich ewig nicht an dieses Buch rangetraut… Wollte damals unbedingt wissen, warum alle Kinder/ Jugendliche darum einen solchen Hype gemacht haben. So recht konnte ich mich mit dem Thema nicht anfreunden! Doch durch Cleo und Me habe ich mich gewagt diese Leiche aus meinem Regal zu holen und sie zu lesen!
Es ist eigentlich wie immer. Ein unbekannter, fast unsichtbarer Junge wird zum Held.  Eragon lebt in einem ebenfalls Dorf und findet einen blauen Stein. Doch das ist kein normaler Stein, den Eragon gefunden hat.
Dieser Stein entpuppt sich wenig später als Ei, genauer gesagt ein Drachenei, das Eragons Leben schnell umkrempeln wird.
Ich fand die Idee der Geschichte nicht schlecht, jedoch hat sich die Geschichte wirklich sehr hingezogen und ich habe immer wieder das Gefühl gehabt, dass sich kaum etwas regt! Die Figur seines Begleiters Brom und Eragon selbst bleiben sehr oberflächlich und man bekommt viel zu wenig von ihren Gefühlen, Wünschen und Hoffnungen bei diesem riesen Abenteuer mit! Brom ist wirklich ein toller Charakter, doch wieso erfährt man bis zum Schluss kaum etwas über ihn selbst? Er bleibt die ganze Zeit mysteriös und unnahbar. Hätte mich wirklich gefreut, wenn er mehr Platz in dem Buch eingenommen hätte und man auch aus einer erfahrenden Sicht etwas mehr über die Drachenreiter erfahren hätte!
Eragon entwickelt sich auch von Seite zu Seite immer mehr zu einer Machtperson. Er befiehlt stets und ständig anderen was sie zu machen haben, auch wenn er eigentlich nicht wirklich weiß, wie es in seinem Abenteuer weitergehen soll und er den Menschen, die es wissen könnten wie z.B. Brom, wirklich zeigt, dass er den Weg, den sie gehen, bestimmen möchte!
Ist doch wirklich schade, dass ein so einfacher Junge sich so verändert…
Auch sehr schade und kurz habe ich die Darstellung der Magie-Entwicklung von Eragon empfunden. Ich hätte mich wirklich sehr gefreut, wenn ich mehr das Üben und das Erlernen der Magie verfolgen hätte können. Gerade das ist doch eine der wichtigsten Stellen in diesem Buch, um den Kampf später zu meistern. Ich habe mich immer wieder gewundert woher Eragon auf einmal bestimmte Sprüche konnte?!?
Doch Schluss mit den negativen Argumenten dieses Buches. Es gibt schließlich auch einige Stellen, die ich doch toll fand! 😀
Ich habe mich wirklich total in den Drachen Saphira verliebt. 😉 Sie ist wirklich eine gute Seele und weiß trotz ihrem jungen Alters viele Weisheiten – auch wenn ich mich die ganze Zeit frage woher sie die hat…-! 😉
Es war wirklich sehr herzzerreißend dargestellt, wie Eragon sich um die kleine Saphira gekümmert hat und wie die kleine groß geworden ist. Die Verbindung zwischen Eragon und Saphira ist auch sehr emotional, gerade weil sie beiden sich so liebgewonnen haben, dass die Verlustangst sehr groß ist. Sie verstehen sich blind und wissen sofort was der andere denkt und fühlt, genau so sollte es auch sein! Toll! Dieses Figurenpaar ist Herrn Paolini sehr gut gelungen und genau aus diesem Grund werde ich dem 2. Buch dieser Reihe eventuell noch eine Chance geben. Saphira hat mir mit ihrer Art einfach das Herz geöffnet! 😉

Fazit:

Auch wenn ich nicht vollkommen begeistert bin von diesem Buch, so bin ich trotzdem froh, dass ich es endlich in Angriff genommen habe und diese Leiche aus meinem Regal geholt habe! Ich kann mir nun viel besser vorstellen, warum bei vielen Jugendlichen so ein Eragon-Hype entstanden ist. 😉
Ich bin mir noch etwas unsicher, ob ich den 2. Teil noch lesen soll, da ich allein wegen Saphira am Ball geblieben bin.
Ich werde es mir noch überlegen, wie ich weiter verfahren werde, kann euch aber nur sagen, dass dieses Buch bzw. Reihe Geschmackssache ist. Würde euch also weder davon abraten noch es wirklich weiterempfehlen. Ich denke gerade Kinder/Jugendliche ab 10 Jahren wären sehr angetan von diesem Buch.
Schaut selber, ob ihr euch für eine Geschichte voller Abenteuer und Drachen erwärmen könntet oder eher nicht!
Ein Versuch hat dieses Buch und der wundervolle Drache Saphira auf jeden Fall verdient!! 😀

Wertung:

Handlung: 3/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 3/5
Gestaltung: 3,5/5
Preis/Leistung: 3/5

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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Andrea sagt:

    Ich habe das Buch vor etwa zwei (oder schon drei?) Jahren gelesen. Da hatte ich mal so ein Fantasy-Phase. Hab’s auch wirklich verschlungen, auch wenn es – wie du auch geschrieben hast – einige Längen hat.
    Trotzdem habe ich mich unglaublich auf den zweiten Band gefreut, der zu der Zeit gerade herauskam, danach hatte ich aber keine Lust mehr auf Teil 3 zu warten. (Dass jetzt auch noch ein vierter Teil rausgekommen ist… naja) Da war dann irgendwie die Luft raus. Schade!
    Interessant fand ich aber die Geschichte des Autors. Der hat das Buch ja schon mit 15 geschrieben, zwei Jahre später haben seine Eltern das Buch auf eigene Kosten gedruckt und sind mit ihm durch ganz Amerika getingelt, um es bekannt zu machen.
    Dafür war es echt erfolgreich!
    Der Film zum Buch ist leider ziemlich langweilig, auch wenn ich finde, dass Saphira gut getroffen ist 🙂

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