[Rezension] Die Poison Diaries: Liebe ist unheilbar von Maryrose Wood

Auf dieses Buch habe ich mich wirklich sehr gefreut. Doch nachdem ich die vielen unterschiedlichen Meinungen gelesen habe, hatte ich doch etwas Angst enttäuscht zu werden.
Nachdem jetzt einige Zeit vergangen ist, habe ich mich dann doch getraut und kann sowohl die eine als auch die andere Seite verstehen.😉

Inhalt:

Um 1800: Jessamine lebt mit ihrem Vater in einer verlassenen Kapelle im Norden Englands. Sie führen ein stilles, von Jahreszeiten geprägtes Leben. Jessamines Vater ist Botaniker, seine Leidenschaft sind Heil- und Giftpflanzen. In einem verborgenen Giftgarten züchtet er mächtige tödliche Gewächse, sorgsam darauf bedacht, seine Tochter von der Gefahr fernzuhalten. Als eines Tages Weed auftaucht, ein rätselhafter Fremder mit absinthgrünen Augen, verfällt Jessmine ihm sofort. Doch kaum haben die beiden zueinander gefunden, wird das Mädchen sterbenskrank. Was ist Weeds dunkles Geheimnis? Ist er ihre Rettung oder bringt er den Tod?

Erster Satz:

„Der Himmel ist grau.“

Meinung:

Zum Inhalt werde ich an dieser Stelle eher weniger sagen, da ich finde, dass der Klappentext (siehe oben) schon das wichtigste aussagt.😉
Die Idee des Buches fand ich wirklich super! Es hätte eine durchaus sehr spannende und interessante Geschichte werden können. Ich habe nämlich bis dato noch kein Buch gelesen, dass sich so intensiv mit der Pflanzenwelt auseinander setzt und die Differenzierung zwischen guten und bösen Pflanzen so gut darstellt. Daher war mein erster Gedanken: Endlich mal etwas neues!😀 Doch der Plan der Autorin Wood wurde, meiner Meinung nach, nicht so gut in die Tat umgesetzt. Es hätte eindeutig etwas mehr aus der ganzen Sache gemacht werden können!
Es ist wirklich sehr, sehr schade, dass viele Aspekte bzgl. Jessamine, ihrem Vater, Weed und der verschiedenen Pflanzen nicht angeschnitten wurden und kaum ins Detail gegangen wurde.
Ich hatte so ziemlich die ganze Zeit das Gefühl, dass die Autorin mir etwas verheimlichen möchte und ihr Wissen bzgl. Jessamines Gefühlswelt zu Weed, ihrem Vater und den Pflanzen nicht zu 100%, sondern nur zu 45% mitteilen möchte.

Jessamine war für mich eher eine sehr sonderbare Figur, der ich leider nicht alle ihrer Interessen abkaufen konnte. Ihr Interesse bzgl. der geheimnisvollen Pflanzen war definitiv echt. Wer würde nicht neugierig sein, wenn der eigene Vater einen Garten als verbotene Zone deklariert und er nach langer Zeit auch erst erlaubt ihm bei einigen Arbeiten zu helfen. Sie ist in diesem Punkt eine sehr wissbegierige junge Frau, die nicht zu ehrgeizig ist.
In Punkto Weed, ist sie mir jedoch nach und nach etwas unsympathisch geworden. Es entwickelt sich eine Liebe zwischen den beiden, die ich nur schwer nachvollziehen kann. Für mich ist es eher eine Schwärmerei, da Weed eine einzigartige Bindung zu allen Pflanzen hat. Auch denke ich, dass es der einzige junge Mann in ihrer Nähe ist, der für eine Heirat überhaupt in Frage kommen würde. Doch ist das nur eine Vermutung meinerseits und kann anhand des Buches nicht belegt werden.

Weed war für mich DAS Geheimnis schlechthin!! Bis zum Ende des Buches war er für mich ein Rätsel. Ich konnte, bis auf seine Affinität zu Pflanzen, nicht wirklich sagen, was er für ein Typ ist. Gut oder Böse? Meint er seine Liebe zu Jessamine ernst? Welche Geheimnisse hütet der junge Weed?
Wie ihr merkt habe ich viel zu viele Fragen, die in diesem Buch, für mich, nicht so wirklich beantwortet werden und die dieses Buch die nötige Spannung geben. Weed ist für mich auch DER Grund, warum ich mich doch an den zweiten Teil wagen möchte.

Hinzu kommt, dass mich die Art und Weise des Perspektivenwechsels in diesem Buch gestört hat. Ich bin es gewohnt, dass die nächste Zeile eingerückt ist und ich damit den Gedankensprung bzw. den Perspektivenwechsel nachvollziehen kann. Das war hier leider nicht der Fall und hat mich an der einen oder anderen Stelle doch etwas ins Straucheln gebracht. Wieso sich der Verlag dafür entschieden hat, kann ich leider nicht nachvollziehen, da es doch etwas leserunfreundlich ist.

Das Cover finde ich passt zu der mystischen Stimmung und der verbotenen Pflanzenwelt im Buch und wirkt dadurch sehr geheimnisvoll, auch wenn es nicht zu den schönsten Covern gehört, die ich bisher kenne.
Doch was ist bloß mit dem Titel passiert? Eine Mischung aus Deutsch und Englisch ist definitiv ein NO-GO – da hat es sich der Verlag wirklich zu einfach gemacht!

Fazit:

Auch wenn diese Rezension doch eher mehr Gemecker ist, so möchte ich trotzdem niemanden abraten dieses Buch zu lesen. Die Idee ist toll, die Figuren sind es, trotz ihrer oberflächlichen Darstellung, auch und trotz der teilweise fehlenden Details ist das Buch auch an der einen und anderen Stelle spannend.😉 Daher gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass der zweite Teil von Maryrose Wood noch um einiges besser wird als der erste.😉 Potential ist definitiv da!

Hinweis:

Diese Reihe besteht aus folgenden Teilen:

Teil 1: Die Poison Diaries – Liebe ist unheilbar
Teil 2: Die Poison Diaries – Liebe ist stärker als der Tod (Rezension)
Teil 3: bisher unbekannt

Wertung: 

Handlung: 3/5
Charaktere: 3,5/5
Lesespaß: 3/5
Gestaltung: 4/5
Preis/Leistung: 3/5

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