[Rezension] Geisterritter von Cornelia Funke

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Cornelia Funke war für mich früher ein Name, der mich an tolle und fantasievolle Kinderbücher erinnert hat. Doch nach Reckless bin ich doch ziemlich vorsichtig geworden, was ihre Bücher betrifft!
Doch Geisterritter strahlt durch die wunderschönen Bilder innen und dem wundervollen Cover außen noch etwas anziehendes aus, dass man dieses Buch doch gerne lesen und den Inhalt des Buches erfahren möchte!😉

Inhalt:

Jon Whitcroft hat es schwer. Seine Mutter und ihr neuer Freund schicken ihn aufs Internat nach Salisbury. Strömender Regen, dunkle Gemäuer, enge Flure, fremde Gesichter und ein Zimmer, das er sich mit zwei Mitschülern teilen muss. Jon ahnt nicht, dass dies bald seine geringsten Sorgen sein werden. Denn in seiner sechsten Nacht im Internat erscheinen plötzlich drei Geister unter dem Fenster seines Zimmers und starren zu ihm herauf. Doch zum Glück gibt es jemanden in Salisbury, der sich mit Geistern auskennt.

Erster Satz:

„Ich war elf, als meine Mutter mich aufs Internat nach Salisbury schickte.“

Meinung:

Cornelia Funke entführt uns in „Geisterritter“ nach England, in die Grafschaft Wiltshire, genauer in die Stadt Salisbury. Schon allein mit diesem Aspekt hat sie mich geködert, denn ich liebe England! Und für mich können die Bücher, die in England spielen und einen englischen Charme aussprühen einfach nur gut sein!😉
Genau an diesen, lt. Google-Bilder, wunderschönen Fleck dieser Erde wird der junge Jon Whitcroft auf ein Internat geschickt. Doch so gut scheint es ihm auf den ersten Blick nicht zu gefallen: 1. er kennt niemanden, 2. ist bei seiner Ankunft ein riesen, typisch englisches, Gewitter, was ihn nicht wirklich offenen Armen begrüßt und 3. erscheint ihm das Internat nicht wirklich geheuer zu sein.
Und es stimmt wirklich: es spuken in Salisbury Geister, genauer gesagt Geisterritter, die Jon nicht lebend gehen lassen wollen. Für Jon beginnt das Abenteuer seines Lebens und er Kampf gegen die bösen Geisterritter…

Bevor ich zum inhaltlichen übergehe, möchte ich erstmal von der wirklich tollen Illustration dieses Buches schwärmen! Friedrich Hechelmann hat wirklich ganz, ganz tolle Arbeit geleistet!! Gerade durch die Bilder, konnte ich mir die vielen Szenen noch besser vorstellen und die sogar auch teilweise zu 100% meinen eigenen Vorstellungen entsprochen haben!
Und gerade dieser Aspekt ist für einen Künstler, der ein Buch illustrieren soll, nicht gerade einfach.
Doch einen Minuspunkt gibt es leider hier schon, denn ich finde die Figuren in Nahaufnahme sehen doch eher gruselig als märchenhaft aus. Ich habe mich dann meistens gar nicht getraut hin zu schauen, weil sie gerade nicht zu meiner Vorstellung in manchen Szenen gepasst haben.

Auch wenn ich nicht der Fan Buch-Trailern bin, so finde ich, könnt euch von den Bildern des Buches dort das beste Bild machen:

Das Buch liest sich wirklich sehr schnell und leicht. Perfekt für Kinder zwischen 10 und 12 Jahre, für die das Buch auch geschrieben ist. Gerade daher sollte man nicht mit all zu großen Erwartungen an dieses Buch herantreten, denn die Geschichte und auch die Figuren, besonders Ella und Jon, sind nicht all zu tiefgründig. Was doch ziemlich schade ist, denn wenn eine Autorin so viel gruselige und teilweise grauenhafte Szenen einbaut, muss etwas mehr ausholen. Und man kann schon von Kindern in diesem Alter davon ausgehen, dass es für sie nicht all zu viel ist, wenn die Figuren etwas detaillierter beschrieben werden und auch die gesamte Handlung etwas tiefgründiger ist.
Jedoch fand ich Ellas Großmutter Zelda wirklich sehr liebenswert. Durch ihre ruhige und wissende Art hat sie auf Ella und Jon ein wirklich großen Einfluss und ersetzt den beiden in dieser Zeit etwas die Mutter. Sie gehört definitiv zu meinen Lieblingsfiguren in diesem Buch.

Das Ende kam für mich etwas schnell. Frau Funke hat die Geschichte Knall auf Fall beendet, sodass doch einige Sätze gefehlt haben, die die Geschichte etwas abrunden und der Leser mit einem guten Gefühl aus dem Buch geht.

Das Cover ist genauso wie die vielen, vielen tollen Bilder in dem Buch, wunderschön! Es spricht jeden, egal ob jung oder alt, an und jeder der dazu auch noch den Namen Cornelia Funke liest wird dieses Buch sofort in die Hand nehmen.😉
Was ich wirklich sehr gut finde ich das Glossar am Ende des Buches, dass zeigt, dass es wirklich für Kinder geschrieben ist. Es wird nicht davon ausgegangen, dass die jungen Leser z.B. das Wort „Knappe“ kennen und was sich dahinter verbirgt. Sie haben somit jeder Zeit die Chance die vielen neuen Worte nachzuschlagen und zu lernen. Toll!!😀

Fazit:

Geisterritter ist definitiv wunderschöne Abenteuergeschichte mit vielen fantastischen Elementen, die Kinderherzen höher schlagen lässt. Da diese Geschichte auf einer wahren Begebenheit basiert macht sie noch umso faszinierender. Doch trotzdem hätte ich mich über etwas mehr Tiefgang bei den Figuren und der eigentlichen Geschichte gefreut, die 10- bis 12-jährigen sicherlich sehr gut verstanden hätten.

Wertung: 

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 3/5
Gestaltung: 5/5
Preis/Leistung: 3/5

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