[Rezension] Das Mädchen mit dem Stahlkorsett von Kady Cross

Bei dieses Buch war für mich allein schon durch den Titel, den Handlungsort und die Aufmachung des Covers klar, dass ich es haben MUSS.😉

Inhalt:

Sie ist eine ganz besondere junge Dame: Ihr Name ist Finley Jayne, sie ist sechzehn Jahre alt und arbeitet als Dienstmädchen. Gelegentlich. Gelegentlich entschließt sie sich jedoch, auf den Straßen Londons Jagd auf Verbrecher zu machen. Finley mag hübsche Kleider, ihre Unabhängigkeit und wohlerzogene junge Männer. Wen Finley nicht mag, der kommt ihr besser nicht in die Quere, denn sie ist außergewöhnlich stark. Doch hinter ihren enormen Kräften verbirgt sich ein dunkles Geheimnis…

Erster Satz:

„Als sie den jungen Mann sah, der ihr fröhlich pfeifend und mit wirbelndem Gehstock in den abgedunkelten Gang entgegen kam, wusste Finley Jayne sofort, dass sie arbeitslos sein würde, noch ehe die Sonne aufging.“

Meinung:

Die Geschichte von dem Mädchen mit dem Stahlkorset spielt im 19. Jahrhundert in London. Eine sehr düstere und ziemlich unsichere Zeit, in der die Menschen sehr zwiegespalten sind, wie sie mit dem voranschreiten der Technik und des Fortschritts umgehen sollen.
Die Protagonistin Finley Jayne ist ein junges Mädchen, die anders ist als alle anderen in ihrem Alter. Sie ist eine Person, die sich eher weniger etwas von anderen sagen lässt, weiß was sie will und sich dem entsprechend auch verhält.
So kommt es, dass Finley bei ihrem neusten Job als Dienerin und Zofe wegen „unangemessenen Verhaltens“ entlassen wird. Doch dieses Verhalten legen Finley nicht einfach so an den Tag, weil sie langeweile hat, denn der Sohn der August-Raynes kommt Finley eines nachts zu nahe… Dadurch wird bei Finley eine Art Schalter umgelegt. Sie verliert die Kontrolle über ihren Körper und bekommt wahnsinnige Kräfte, die sie außergewöhnlich stark und schnell machen.
Auf der Flucht vor dem Übeltäter begegnet sie dem jungen Griffin, der ihr von Anfang an den Kopf verdreht und mit seiner liebevollen Art schnell zu verstehen gibt, wohin sie gehört…

„Das Mädchen mit dem Stahlkorsett“ ist der erste Teil der sogenannten „Steampunk Chronicles“. Kady Cross verbindet in diesem Buch auf eine sehr charmante und angenehme Art und Weise das viktorianische England zusammen mit dem technischen Fortschritt und den verschiedensten technischen Möglichkeiten, die es in der Zukunft höchst wahrscheinlich einmal geben wird.
Ich finde die Figuren alle sehr gut dargestellt, auch wenn sie anfänglich etwas oberflächlich und leer wirken, bekommen sie nach und nach immer mehr Form. Sie sind sehr liebevoll mit den verschiedensten Charaktereigenschaften versehen worden und fügen sich (für mich) perfekt in das Londoner Geschehen ein. Kann es mir richtig gut vorstellen, wie groß Teilweise die Ängste vor der unbekannten und unberechenbaren Technik sind. Ich habe mich auch die ganze Zeit an die Zeit des Naturalismuses (Schullektüre z.B. Bahnwärter Thiel – Gerhard Hauptmann) zurück erinnert gefühlt. Die gemischten Gefühle gibt es heutzutage trotz des enormen Fortschrittes trotzdem noch und werden sicherlich nie abreißen…

Dieses Buch ist mir zu keiner Zeit in irgendeiner Form langweilig geworden. Ich hatte die ganze Zeit sehr viel Spaß, da die Spannung -Kampf: Gut gegen Böse-, die vielen gemischten Gefühle, die Liebe und Zuneigung der Protagonisten gegenseitig die gesamte Zeit konstant hoch waren, fühle ich mich sehr, sehr gut unterhalten.
Der Schreibstil war wirklich sehr, sehr angenehm und der Zeit, dem viktorianischem London, angemessen. Ich habe mich auch schon allein durch die Sprache (ohne das Wissen, wie die Kulisse aussehen soll) in diese Zeit zurück versetzt gefühlt und hatte viel, viel Spaß!😀

Zu dem Cover kann ich nicht viel sagen außer: HAMMA! Ich liebe die Farbmischung aus pink/rosa und schwarz. Zusammen mit dem Mädchen und den viktorianischen Kleidern wirkt es einfach nur genial, mystisch und sehr interessant! Ich liebe es!

Fazit:

Zum Schluss kann ich nur sagen, dass mir dieses Buch wirklich sehr, sehr gut gefallen hat. Kady Cross hat es wirklich geschafft ein Buch zu schreiben, das mich (fast) vollkommen überzeugt und ruhigen Gewissens dem Streampunk zugeordnet werden kann.
Doch nun komme ich dazu, warum ich diesem wundervollen Buch einen kompletten Stern abziehe. Ich habe die Wichtigkeit und die Fülle der/an Technik in diesem Buch zu extrem wahrgenommen. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass es für diese Zeit etwas zu viel ist und man mit etwas weniger zukunftlastiger Technik den Protagonisten und dem Buch etwas helfen hätte können, dass es nicht so schwer bzw. bedrückend wirkt.
Doch nichts desto trotz freue ich mich schon auf den zweiten Teil, der wahrscheinlich in New York spielen wird.😉

Wertung: 

Handlung: 4/5
Charaktere: 4,5/5
Lesespaß: 4/5
Gestaltung: 5/5
Preis/Leistung: 4,5/5

2 Kommentare Add yours

  1. Das Buch habe ich zum Geburtstag bekommen…das hört sich ja schon mal sehr gut an🙂

    LG Eva

  2. Tascha sagt:

    Mensch, du schon wieder, jetzt muss ich das Buch ja doch kaufen…😀

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