[Rezension] Becks letzter Sommer von Benedict Wells

am

Bisher war ich von allen Wells Büchern begeistert, doch kann dieses Buch mit den anderen nicht ansatzweise mithalten…

Inhalt:

Der siebzehnjährige Rauli aus Litauen ist ein Außenseiter in der Klasse, bis sein Musiklehrer Robert Beck bemerkt, dass der Junge eine sagenhafte Begabung hat: Er singt und spielt E-Gitarre wie ein junger Gott. Beck, der selbst als Musiker gescheitert ist, will dem Jungen zu einer steilen Karriere verhelfen. Nicht nur aus Selbstlosigkeit: Als Raulis Entdecker und Manager könnte auch der siebenunddreißigjährige Beck doch noch zur Welt des Glamours zurückfinden. Aber wie Beck hat auch der rätselhafte Rauli seine Geheimnisse. Weitere Akteure: die junge Kellnerin Lara, die ebenfalls dabei ist, die Welt zu erobern, und dagegen ankämpft, sich in Beck zu verlieben. Eine litauische Familie mit undurchsichtiger Vergangenheit. Anna Lind – der »fleischgewordene« erotische Traum eines jeden Lehrers und Schülers. Der hünenhafte Deutschafrikaner Charlie, Becks einziger Freund, in dem ein Philosoph steckt und der gerade als Türsteher gescheitert ist. Und ein alternder Rockstar als Schutzengel. Alle Figuren sind auf einem langen Weg zu sich selbst, und sie werden ankommen – wenn auch nicht immer da, wo man es erwartet.

Erster Satz:

„Als er bei Neapel vor einem Lokal parkte, hatte Beck acht Stunden Fahrt und sein ganzes Leben hinter sich.“

Meinung:

Es ist für mich in diesem Fall wirklich nicht leicht meine Meinung aufzuschreiben, denn das Wort, dass mir sofort in den Kopf kommt ist: nervig! Ich fand Beck, sein Leben, seine Art mit sich und anderen umzugehen einfach nur nervig! Ich habe die gesamte Zeit einen viel zu großen Abstand zu Beck gehabt, weil ich mit ihm einfach nicht warm geworden bin! Dadurch hat es mir eher weniger Spaß gemacht ihn durch sein chaotisches und für mich doch recht langweiliges Leben, obwohl sehr viel passiert, zu begleiten…
Der Funke wollte einfach nur überspringen, denn für mich ist die Geschichte an sich recht flach und man hätte mehr aus dieser herausholen können. Doch glaube ich, dass das allein an Beck liegt. Er ist ein sehr unsympathischer und nie erwachsenen gewordener Mann, der eine unglaublich primitive Sichtweise auf alles Dinge hat, die mich bei der wundervollen Sprache die Benedict Wells an den Tag legt einfach nur stört!

Ende aus, mehr hab ich dazu einfach nicht zu sagen. Sorry!

Das Cover ist ganz nett, würde es aber wohl einfach nur als „typisch Diogenes“ bezeichnen, denn es sagt für mich nichts aus und stellt für mich auch keine bedeutsame Szene aus dem Buch dar…

Fazit:

„Becks letzter Sommer“ ist für mich ein Kann-man-muss-man-aber-nicht-Buch. Sprachlich TOP, inhaltlich FLOP!
Da ich weiß, dass „Fast genial“ und „Spinner“ sehr gute Bücher von Benedict Wells sind und möchte daher nur von diesem nicht von den anderen Büchern abraten, denn schreiben kann der junge Herr Wells auf jeden Fall!!

Wertung: 

Handlung: 2/5
Charaktere: 2/5
Lesespaß: 2,5/5
Gestaltung: 3/5
Preis/Leistung: 2,5/5

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