[Rezension] Kleist und die zerbrochene Klassik von Andreas Venzke

Etwas Bildung schadet nie!😉

Inhalt:

Als Dichter der deutschen Klassik steht Kleist in einer Reihe mit Goethe und Schiller. Doch über sein Werk hinaus fasziniert er bis heute. In seinem Denken und Handeln ging er konsequent eigenwillige Wege – bis zur letzten Konsequenz. Über seine adlig-militärische Familientradition hinaus entwarf er unermüdlich neue Lebenspläne. Die Lust am Schreiben begleitete ihn stets und Werke wie Der zerbrochene Krug oder Michael Kohlhaas sind bis heute aktuell.

Erster Satz:

„Ein junger Mensch wird militärisch erzogen, beschließt dann, sich in der Welt des Geistes zu verwirklichen – und scheitert.“

Meinung:

Im meiner Schulzeit, die sogar noch nicht ganz sooo lange her ist, habe ich ein einzigen Text von Kleist gelesen „Das Erdbeben in Chili“. Ich habe dieses Stück von Kleist damals sehr gut gefunden und mich gerne mit dem Text auseinander gesetzt, doch wirklich viel erfahren haben wir über Kleist nicht. Viel mehr ging es um die Epoche als um den Schriftsteller selbst. Eigentlich sehr schade, da es eigentlich recht interessant gewesen wäre, wieso Kleist sich in diese Richtung Weimarer Klassik und Romantik hinbewegt hat.
Jahre später bin ich immer noch sehr an dem Leben von Kleist interessiert und habe es mir nicht nehmen lassen genauer hinter die Kulissen des Heinrich von Kleist, der lieber Heinrich Kleist genannt wurde, zu blicken.
Das Buch ist in kurze, gut verständliche und nachvollziehbare Abschnitte gegliedert, die das Leben sehr gut, in einer angenehmen Sprache widergeben.
Ich konnte Kleist in jeder Situation verstehen, konnte mich, u.a. dank des Glossars, dass unbekannte Worte im hinteren Teil des Buches erklärt, in die Vergangenheit gut hineinversetzten und das wichtigste: Es hat mir viel Spaß gemacht die Biographie zu lesen!
Zwischendurch gab es immer wieder 2 Seiten „Sachinformationen“, die etwas mehr die geschichtlichen Hintergründe erklärt haben, um die Reaktionen von Kleist etwas besser verstehen zu können, wenn man es nicht sogar schon so konnte.

Das besondere an der lebendigen Biographie ist, dass diese aus der Ich-Perspektive erzählt wird und man als Leser somit hautnah dabei ist, wenn z.B. Kleist sich vornimmt Bauer zu werden.😉
Ich habe diese Sichtweise sehr genossen, die mir Kleist als Person sehr greifbar gemacht hat.

Das Cover finde ich sehr passend. Sowohl für die Zielgruppe als auch die gesamte Reihe, die zeigt, dass sie ein Thema, dass komplex sein kann, einfach und verständlich darstellt.
Kleist, ein zerbrechlicher Mann, der es zu seiner Zeit und mit seinem Denken und Charakter nicht gerade leicht hatte…

Fazit:

Dieses Buch eignet sich nicht nur hervorragend für Jugendliche, die gerne einmal schnell eine Biographie hinterschieben „müssen“, weil sie gerade z.B. ein Referat über Heinrich von Kleist halten dürfen oder für Schüler, die sich über Kleist informieren möchten, sondern auch für die Menschen, denen eine 300 Seiten Biographie zu viel und hochtrabend geschrieben ist und denen eine kurze, prägnante und informative Biographie reicht, die vor allem auch noch sehr leicht und verständlich zu lesen ist.

Hinweis:

Folgende Bücher der Arena Bibliothek des Wissens habe ich gelesen:

1. Die Brüder Grimm und das Rätsel des Froschkönigs – Andreas Venzke (Rezension)
2. Kleist und die zerbrochene Klassik – Andreas Venzke
3. Gutenberg und das Geheimnis der Schwarzen Kunst – Andreas Venzke (Rezension)

Wertung: 

Handlung: 5/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 5/5
Gestaltung: 5/5
Preis/Leistung: 5/5

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