[Rezension] Gutenberg und das Geheimnis der Schwarzen Kunst von Andreas Venzke

Nachdem ich von den Biographien von „Kleist“ und den „Brüdern Grimm“ sehr begeistert war, wollte ich natürlich auch etwas über den Erfinder des Buchdrucks herausfinden.😀

Inhalt:

Er läutete das Medienzeitalter ein: Johannes Gutenberg erfand im 15. Jahrhundert den Buchdruck mit beweglichen Lettern. Das Buch trat seinen Siegeszug an – Wissen wurde auch außerhalb der gesellschaftlichen Elite zugänglich.Andreas Venzke nimmt den großen Erfinder unter die Lupe und erzählt lebensnah und spannend von den Ereignissen rund um den genialen Geistesblitz. Der Mensch Gutenberg kommt zum Vorschein – weder Heiliger noch Visionär, sondern schlicht ein Geschäftsmann mit einer Idee, die die Welt veränderte.

Erster Satz:

„Was war die wichtigste Erfindung der Menschheit im letzten Jahrtausend?“

Meinung:

Schon der ersten Satz dieses Buches bringt einen wirklich zum Nachdenken. Was ist wirklich die wichtigste Erfindung? Ist es wirklich die „Schwarze Kunst“ oder doch eher der technische Fortschritt?
Ich persönlich glaube auch, dass es die Schwarze Kunst ist. Der Buchdruck hat den Menschen um 1450 eine einzigartige Möglichkeit geschaffen ihre Gedanken, die sie schon niedergeschrieben haben, zu vervielfältigen und in der Welt zu verbreiten. Ich glaube schon, dass wir teilweise ohne diese Erfindung nicht da wären, wo wir jetzt sind.
Ist natürlich nur eine Vermutung.😉

Johannes Gutenberg wird nicht unter diesem uns allen bekannten Namen geboren, sonst als Johannes (Henchen) Gensfleisch. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es mit diesem Namen eine ganz schön große Last mit sich rumschleppen durfte. Doch er hat sich, wie ich finde, wacker geschlagen.😉
Herr Gensfleisch wurde sehr stark von der politischen Situation geprägt, die ihn zur Abwanderung von Mainz nach Straßbourg fast gezwungen haben. Eine haarsträubende Zeit, die sicher nicht sehr einfach war.

Das Buch ist genauso aufgebaut, wie die anderen Bücher der „Arena Bibliothek des Wissens“. Es gibt einen erzählenden Teil, in dem wir die Geschichte Gutenbergs aus der Ich-Perspektive erleben und es gibt einen Sachteil, der die geschichtliche Hintergründe erklärt und Vergleiche zwischen Gegenwart und Vergangenheit macht, die sehr interessant und gut gemacht sind.

Von dem erzählenden Teil bin ich etwas enttäuscht. Man merkt sehr schnell, dass die Grundlage Prozessakten waren, wie es im Buch geschildert wird. Dementsprechend ist es sehr sachlich geschrieben, obwohl wir uns die gesamte Zeit in der Ich-Perspektive von Gutenberg befinden. Ich hatte immer wieder Angst, dass einige Tatsachen nicht so der Wahrheit entsprochen haben könnten, da sie aus den einzelnen Prozessakten abgeleitet worden sind.
Dadurch konnte ich mich eher weniger in die Zeit des Gutenbergs hineinversetzen, wie es bei z.B. Kleist der Fall war.
Doch trotzdem fand ich dieses Buch sehr informativ und interessant und kann mir gut vorstellen, dass Gutenberg so gelebt und gedacht hat.
Gutenberg ein Mann, der auf jeden Fall wusste was er wollte und kein Problem damit hat sich deswegen auch vor Gericht mit jemand anderen auseinander zu setzen.

Für die jüngeren Leser unter uns, war dieses Buch sehr gut zu verstehen. Alle wichtigen Worte wurde noch einmal im Glossar am Ende des Buches genauer erklärt, sodass auch alle Verständnisprobleme aus der Welt geschafft werden.
Für alle Erwachsene Leser dieses Buch: Auch wenn ihr sicherlich genau wisst, was eine Rente ist, so schadet es nicht trotzdem immer wieder in das Glossar zu schauen, denn dort werden die Begriffe aus Sicht der damaligen Zeit erklärt, die teilweise doch etwas anders sind.😉

Fazit:

Dieses Buch ist sicherlich mit eines der interessantesten der gesamten Reihe „Arena Bibliothek des Wissens“. Die Idee hinter dem Buchdruck, sowohl die Entstehungsphase ist für jeden sehr interessant!
Wer hatte schließlich nicht schon einmal ein Buch in der Hand und hat sich die Frage gestellt, woher diese Erfindung stammt und wie der Mensch dahinter war? Denn alle schätzen Gutenberg als Mensch ein, der für seine Erfindung gelebt hat, was er jedoch nicht war…
Doch lest selbst in diesem Buch mehr über das Leben des Johannes Gutenberg!

Hinweis:

Folgende Bücher der Arena Bibliothek des Wissens habe ich gelesen:

1. Die Brüder Grimm und das Rätsel des Froschkönigs – Andreas Venzke (Rezension)
2. Kleist und die zerbrochene Klassik – Andreas Venzke (Rezension)
3. Gutenberg und das Geheimnis der Schwarzen Kunst – Andreas Venzke

Wertung:

Handlung: 4,5/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Gestaltung: 5/5
Preis/Leistung: 4,5/5

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