[Rezension] Dark Angels‘ Summer – Das Versprechen von Kristy und Tabita Lee Spencer

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Nachdem der Arena Verlag Anfang des Jahres eine Blog-Tour zu diesem Buch gemacht hat, muss ich ehrlich gestehen, dass mich dieses Buch nicht so wirklich gereizt hat.
Doch nach und nach ist der Hype und mein Interesse größer geworden, dass ich mich diesem Buch doch nicht entziehen konnte. 😉

Inhalt:

Es ist der Sommer, in dem Dawna und Indie beide 17 Jahre alt sind – vertraute, verrückte, beunruhigende 33 Tage lang. Gemeinsam mit ihrer Mutter kehren sie zur Oase ihrer Kindheit zurück: Whistling Wing, voll mit Erinnerungen an die geliebte Granny. Aber Whistling Wing hat sich verändert. Nicht jeder hier spielt mit offenen Karten, Freund und Feind lassen sich immer schwerer voneinander unterscheiden und ein Schwarm unheimlicher Vögel sorgt für Unruhe und Angst unter den Einwohnern. Und was hat es mit dem geheimnisvollen Fremden auf sich, von dem Indie sich so magisch angezogen fühlt? Fast ist es zu spät, als Indie und Dawna beginnen, zu verstehen, was geschieht. Und erkennen, dass sie die, die sie lieben, opfern müssen, um das aufzuhalten, was sich über ihnen zusammenbraut.

Erster Satz:

„Wir sitzen zusammengequetscht vorne im alten Pick-up meiner Mutter.“

Meinung:

Als ich dieses Buch beendet habe, muss ich ehrlich gesagt gestehen, dass ich fix und fertig war. Die beiden Autoren-Schwestern verstehen sich wirklich gut darauf eine atemberaubende, düstere und gleichzeitig mystische Atmosphäre zu erschaffen, die einem die Luft zu Atmen nimmt. Und das war nicht nur die letzten 50 Seiten der Fall, nein von Anfang an bis zur letzten 480. Seite!
Ähnlich mystisch sind auch die beiden Schwestern Dawna und Indie. Beide sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht, doch am Anfang hatte ich doch meine Probleme sie zu unterscheiden. Dawna ist die ruhigere, vernünftigere und sanftere, Indie hingegen ist impulsiv, aufmüpfig und die viel härter wirkende. Ich vermute jedoch, dass es an der Tatsache liegt, dass mich diese wirklich unbeschreibliche Atmosphäre eingenommen und mein Denkvermögen leicht durcheinander gebracht hat. 😉
Dawna und Indie kehren zusammen mit ihrer Mutter zurück in die Heimat ihrer vor einem Jahr verstorbenen Großmutter, Whistling Wing. Doch gerade dieser Zeitpunkt ist ein ganz besonderer, denn sie sind ab diesem Tag für die nächsten 33 Tage beide 17 Jahre alt und haben ein ganz besonderes Verhältnis zueinander. Doch neben dieser einzigartigen Fähigkeit, passieren noch viele, viele andere mysteriöse Dinge in diesen Tagen, die ihnen zeigen wie wichtig es ist zusammen zu halten und sich an die Zeit mit ihrer Großmutter zu erinnern. Rätselhafte schwarze Vögel fliegen am Horizont entlang, ihre Mutter ist auf einem extrem Esoterik-Trip, der sie, bis auf ihren merkwürdigen Guru Shantani und seine Anhänger, fast alles um sich herum vergessen lässt und auch die Menschen in Whistling Wing scheinen sich in der Zwischenzeit stark verändert zu haben…

Das Buch ist abwechselnd aus der Sichtweise von Dawna und Indie geschrieben, was neben der Kapitelüberschrift auch ganz klar mit farblichen Elementen: der roten und schwarzen Feder, abgegrenzt wird.
Ich fand diese wechselnde Sichtweise sehr erfrischend, da beide Mädchen so unterschiedlich ticken und die einzelnen Situationen zum Teil so unterschiedlich wahrgenommen haben, dass es für mich so doch auch einfacher war beide näher kennenlernen zu können.
Normalerweise bin ich eher der Typ, der sich von Anfang an auf eine Figur einschießt, die einem am sympathischsten ist. In diesem Fall war das komischerweise nicht der Fall, ich hatte mit beiden meine sowohl positiven als auch negativen Momente, wo ich mich jeweils immer in die andere Figur, die mir gerade positiv aufgefallen ist, besser hineinversetzen konnte. Dieser Aspekt ist überhaupt nicht negativ gemeint, ich bin nur überaus verblüfft wie die beiden sich durch die vielen, vielen Vorkommnisse unbewusst verändern und auf mich als Leser eine andere Wirkung erzielen.
Neben den beiden Schwestern, gibt es noch andere wichtige Figuren, wie ihre Mutter, den Guru Shantani, den etwas älteren Zigeunerjungen Miley und einige Dorfbewohner. Jede einzelne Figur ist auf ihre eigene Weise mysteriös. Zu entscheiden welche Figur ein wichtiges Geheimnis verbirgt und somit für die weitere Handlung relevant ist, bleibt verborgen und gibt dem Leser immer wieder Rätsel auf.
Welcher Figur können Indie und Dawna vertrauen? Wer sagt die Wahrheit und kann ihnen bei dem Versuch, das durch die schwarzen Vögel verursachte Verderben abzuwenden, helfen?
Die Vergangenheit hängt ganz stark mit der Gegenwart zusammen, dass erst nach und nach die Puzzleteile zusammengesetzt werden können – je nachdem wie gut sich die beiden an ihre Kindheit und die vielen wunderschönen Urlaube bei ihrer Großmutter erinnern können.
Fragen über Fragen, die die Spannung dieses Buches permanent oben halten, dass ich beim Lesen kurze Verschnaufpausen brauchte, obwohl ich diese eigentlich nicht machen wollte. 😉

Dieses Cover ist wunderschön, doch erst auf dem zweiten Blick, wenn man in die Gesichter der beiden Schwestern schaut, lässt sich schon erahnen, dass in diesem Buch noch viel mehr als ein normaler Jugendroman steckt!

Fazit:

Kristy und Tabita Lee Spencer haben mit „Dark Angels‘ Summer“ einen extrem spannenden Jugendroman gezaubert, der mir beim Lesen die Luft zum Atmen genommen hat. Ich bin von den Figuren, dem Schreibstil und dem ganzen drum herum sehr begeistert und kann euch diesen ersten Teil nur ans Herz legen! ♥
Ein Roman, bei dem ganz klar die Devise ist: Niemand ist so, wie er zu sein scheint!

Hinweis:

Die Reihe besteht aus folgenden Teilen:

1. Dark Angels‘ Summer – Das Versprechen
2. Dark Angels‘ Fall – Die Versuchung (ET: August 2012)

Wertung:

Handlung: 5/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 5/5
Gestaltung: 5/5
Preis/Leistung: 5/5

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