[Rezension] Pinguinwetter von Britta Sabbag

„Pinguinwetter“ haben in während der Leserunde bei Emma Bücherkeks gelesen, die auch von der Autorin persönlich begleitet wurde.😀

Inhalt:

Charlotte wird auf dem Höhepunkt ihrer Karriere gefeuert. Außerdem erhält sie von ihrer Mutter äußerst fragwürdige SMS aus der U-Haft in Grönland. Dann entscheidet sich ihr Immer-mal-wieder-Mann Marc auch noch, endlich in den Hafen der Ehe einzuschiffen – allerdings nicht mit ihr. Und nun? Rein in die rosa Babyelefantenhose und rauf aufs Sofa! Um Charlotte auf andere Gedanken zu bringen, drückt Freundin Trine ihr Sohnemann Finn aufs Auge. Als es bei einem Zoobesuch zu einem Beinahe-Unfall kommt, steht Charlotte der alleinerziehende Eric als Retter in der Not zur Seite. Weil der jedoch glaubt, Charlotte sei Finns Mutter, geht der Schlamassel erst richtig los…

Erster Satz:

„Viele Grüße aus Scoresbysund.“

Meinung:

Bei diesem Buch handelt es sich um eine leichte, unterhaltsame Chic-Lit-Lektüre, die mich von Anfang gut unterhalten hat. Wie ihr ja wisst bin ich ein totaler Cover- und Titelkäufer und auch wenn mich das Cover sofort angesprochen hat, so war ich dank des Titels sehr skeptisch. Handelt es sich hier wieder um einen unterhaltsamen Tierroman? Gut, dass ich mich nicht gleich hab abschrecken lassen.😉
So hatte ich die Möglichkeit mit der Autorin und vielen anderen lieben Bloggerinnen dieses Buch in einer Leserunde zu lesen. Manchmal ist es doch sogar sehr gut, wenn man die Möglichkeit hat etwas hinter die Kulissen schauen zu können, denn Britta Sabbag hat einen tollen Schreibstil und spitzt viele Szenen zu, dass man es kaum glauben kann, dass es solche Menschen wirklich gibt bzw. dass Menschen auf andere in einer solchen Art und Weise reagieren.
Doch Britta Sabbag hat in dieser Hinsicht viele eigene Erlebnisse eingebaut, so komisch sie auch klingen fast alle wahr sind!

Charlotte ist super glücklich in ihrem Job und liebt ihn sehr bis zu Knall auf Fall gekündigt wird und in ein Tiefe Loch fällt, voller Antriebslosigkeit und leichter Depressionen. Den ersten komischen Menschen, den sie danach trifft sind die Damen vom Arbeitsamt, die sie nicht besonders aufbauen oder wieder einen schnellen Einstieg in einen neuen Job verhelfen.

Zitat von Britta zu der Szene als Charlotte beim Arbeitsamt war: „Tja, den Tipp bekam ich als allererstes als ich damals gekündigt wurde, und leider, leider nicht nur von einer Person. Der Typ vom Arbeitsamt sagte allerdings: Sie sind nicht getauft? Da bekommen Sie nie n Job im katholischen Rheinland! – das dazu.
Zudem lebt eine Komödie ja von Überspitzungen und ich finde die ständige Realitätsüberprüfung widerspricht dem Sinn einer fiktiven Geschichte. Man will ja mal aus dem Alltag „aussteigen“.:-)“

Nun ist die große Frage: Wie soll ihr Leben weitergehen? Wie soll sie ihre Miete und den guten Lebensstandard bezahlen? Sie steht vor einer Mauer völliger Ratlosigkeit. Auch ihre Freundinnen Trine und Mona sind alles andere als eine Hilfe für die total überforderte Charlotte. Und wäre das nicht schon schlimm genug, macht ihr Langzeitlover Marc mit ihr Schluss, da er seine große Liebe gefunden hat und sie nun nicht mehr braucht.
Doch nun hat sie „endlich“ mehr Zeit sich um ihr Patenkind und Sohn von Trine Finn zu kümmern und einige Unternehmungen zu machen. Als sie dann zusammen in den Zoo gehen treffen sie Eric. Ein Mann in Charlottes Alter, der verdammt gut aussieht und auch noch gut mir Kindern umgehen kann. Eric ist Charlottes Retter in der Not und schnell wird klar, dass beide ein großes Interesse aneinander haben. Gäbe es da nicht das Problem, dass Charlotte einen guten Eindruck auf den tollen Eric machen möchte und sie sich in ein Lügennetz verstrickt aus dem sie scheinbar nicht mehr ohne eine Menge Ärger herauskommt…

Charlotte ist mir äußerst sympathisch, mitten aus dem Leben gegriffen und mir sehr schnell ans Herz gewachsen. Ihre Reaktion auf das Verlieren ihres Job und Langzeitlovers sind voll und ganz nachvollziehbar. Auch wenn ich sie nach einiger Zeit schon gerne geschüttelt hätte, damit sie wieder auf den richtigen Weg kommt. Doch ihre Freundinnen sind mir so gar nicht ans Herz gewachsen! Trine und Mona sind mir ehrlich gesagt von der ersten Minute total auf die Nerven gegangen. Sie stellen für mich keine wahren Freundinnen dar. Sie nutzen Charlotte einfach nur aus und verhalten sich alles andere als freundschaftlich!😦 Schade! Ich hätte mich gefreut, wenn sie bessere Freundinnen hätte als welche, die sie nur als Babysitter-Ersatz oder Aushilfe gebrauchen können.
Finn ist total süß und für Charlotte die willkommende Abwechslung für das Drama, dass sie gerade erlebt. Doch man merkt auch, dass er es vermisst mit seiner Mutter Zeit zu verbringen, die schon mit dem 2. Kind schwanger ist. Ich empfinde es ja als Fehler, da sie scheinbar schon mit Kind 1 überfordert wird. Schade!
Eric hingegen ist wirklich ein toller Mann und gleichzeitig auch meine Lieblingsfigur aus dem Buch. Er ist zu jeder Zeit äußerst sympathisch und man merkt schnell, dass er ein ehrlicher Mann ist. Was das Buch auch etwas spannender ist, dass man zu 80% des Buches nicht schlau aus ihm wird und er ein großes Geheimnis ist! Die Liebesgeschichte in diesem Buch nimmt voll Fahrt auf.

Das Cover ist toll und quietsch Pink!😀 Ich habe mich sofort darin verliebt und ich kann mir gut vorstellen, dass viele andere Frauen auch darauf stehen und es einfach anspricht.😉 Ein besonderes Highlight sind die kleinen Pinguine auf den rechten Innenseiten des Buches, die ein kleines Daumenkino ergeben. Süß!

Fazit:

Ich habe mich von dieser Lektüre sehr gut unterhalten gefühlt. Sie eignet sich perfekt für Zwischendurch, für den Urlaub am Strand, in Bergen oder an anderen Orten. Eine sympathische Protagonistin, die es lernen muss mit Problemen des Alltags zurechtkommen muss.

Hinweis:

Die Reihe besteht aus folgenden Teilen:

Teil 1: Pinguinwetter
Teil 2: Pandablues (Rezension)

Wertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Gestaltung: 5/5
Preis/Leistung: 4/5

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