[Rezension] Ein Haus für fünf von Susan Wiggs

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Ich muss mich wirklich schämen, dass ich dieses Buch bestimmt schon fast 1,5 Jahre auf meinem SuB habe und nie gelesen. Verstehe ich gar nicht! Es ist doch ein MIRA-Buch und die lese ich normalerweise innerhalb kürzester Zeit alle durch. Sehr, sehr komisch… Denn eigentlich hat es dieses Buch die Abweisung gar nicht verdient!

Inhalt:

Ein tragischer Unfall zerreißt die Familie der McGuires. Drei Kinder bleiben als Waisen zurück. Ihre Patentante Lily und ihr Onkel Sean haben versprochen, sich um die Kinder zu kümmern. Aber wie baut man eine Familie auf, wenn man sein unabhängiges Leben mehr liebt als alles andere? Sean und Lily, die einander kaum kennen, stehen vor einer schier unlösbaren Aufgabe. Bis sie eines Tages erkennen, was im Leben wirklich zählt.

Erster Satz:

„Hey, Miss Robinson, wollen Sie wissen, wie Ihren Pornostarnamen rauskriegen?“

Meinung:

„Ein Haus für fünf“ ist mein zweites Buch der Autorin Susan Wiggs. Und meine anfängliche Angst, dass dieses Buch eher bedrückend und deprimierend auf den Leser wirken könnte, konnte mir nach den ersten 20/30 Seiten vollkommen genommen werden. Der tödliche Unfall der Eltern bringt natürlich mit sich, dass die grundsätzliche Stimmung direkt nach einem solchen Schicksalsschlag alles andere als positiv ist. Doch merkt der Leser recht schnell, dass auch die Liebe, die bei fast allen MIRA-Büchern im Vordergrund steht, nicht außer Acht gelassen wird.😉
Susan Wiggs hat es in jeden Fall geschafft den schmalen Grad zwischen diesen beiden komplett unterschiedlichen, aber zusammenhängenden Stimmungen zu meistern und den Leser auf eine angenehme und gleichzeitig spannende Berg- und Talfahrt mitzunehmen.

Besonders bei diesem Verlust, den die Kinder erleiden mussten, finde ich es klasse, dass Frau Wiggs jede einzelne Figur sehr facettenreich dargestellt. Man merkt ganz stark durch den tiefgründigen Charakter, dass sie sich mit jedem intensiv auseinander gesetzt hat und versucht hat sich in seine Lage zu versetzen. Jeder Mensch geht anderes mit einem Verlust um und jeder versucht dieses Schicksal auf andere Art und Weise zu verarbeiten und doch merkt man jedem an, dass das Herz voller Schmerz und Trauer ist.
Sie beschreibt diese Momente detailliert und gefühlvoll, dass ich gar nicht anders konnte als mit der Hauptfigur Lily und den Kindern mitzuleiden. Sie müssen stark sein und den Alltag weiter meistern, ob sie wollen oder nicht. Lily wird in die Mutterrolle hineingeworfen und ist für den ersten Moment vollkommen überfordert. Doch da gibt es auch noch Sean, der Onkel der Kinder, der Lily trotz anfänglicher Differenzen und Schwierigkeiten unter die Arme greift und hilft das Leben wieder lebenswert zu machen.

Das Cover ist wunderschön und so frühlingshaft. Warum habe ich das Buch bloß im Winter gelesen?!?😉 Es zeigt klar die schöne Seite des Lebens und gibt doch auch unbewusst einen klaren Hinweis darauf, dass alles gut wird.😉

Fazit:

Susan Wiggs‘ Buch „Ein Haus für fünf“ ist alles andere als ein Friede-Freude-Eierkuchen-Buch, wie es von außen den Anschein macht. Es ist emotional, traurig, teilweise deprimierend, lustig und sehr liebevoll. Eine Mischung aus allem und genau deswegen ein Buch, dass ich jedem gerne ans Herz legen möchte, der neben einer gefühlvollen Liebesgeschichte auch etwas mehr beim Lesen erleben möchte. ♥

Wertung: 

Handlung: 5/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 5/5
Gestaltung: 5/5
Preis/Leistung: 5/5

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