[Rezension] Oh.Mein.Gott. von Meg Rosoff

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„Oh.Mein.Gott.“ – Wie oft sage ich diese 3 Wörter? Sehr, sehr oft! Und sie passen zu diesem Buch wie die Faust aufs Auge!😉

Inhalt:

Am Anfang war Bob. Und Bob schuf den Himmel und die Erde und die Tiere auf den Feldern und im Meer und fünfundzwanzig Millionen andere Arten, darunter auch haufenweise wunderhübsche Mädchen. Und all das schuf er in sechs Tagen. Sechs Tage! Herzlichen Glückwunsch, Bob! Kein Wunder, dass die Erde so ein Durcheinander ist.
Stellen Sie sich vor, Gott ist ein ganz normaler Teenager. Er ist faul, sorglos, denkt nur an sich, ist verrückt nach Sex – und kurz davor, Lucy kennenzulernen, das schönste Mädchen der Welt. Lasst uns beten, dass er sich nicht in Lucy verliebt – denn jedes Mal, wenn Bob sich verliebt, endet es im Desaster.

Erster Satz:

„Himmlisch, einfach himmlisch!“

Meinung:

Ich habe dieses Buch letztes Jahr im September angefangen, doch muss ich gestehen, dass ich mit dem Schreibstil und der gesamten Geschichte so gar nicht klar gekommen bin. „Oh.Mein.Gott“ ist mein erstes Buch von Meg Rosoff und daher weiß ich gar nicht, ob diese Art zu Schreiben bei ihr normal ist oder ob sie sich in diesem Fall einfach dieser irren und wirren Geschichte angepasst hat.
Über diesen Ideenreichtum bin überaus überrascht. Daher wollte ich diesem Buch auf jeden Fall noch eine Chance geben und es nicht aufgeben. Und es hat sich gelohnt! Denn ist man einmal drin und weiß wie Bob, sein Gehilfe Mr. B, Bobs Mutter Mona, sein Haustier Eck und Lucy ticken. Sie sind schon wahrlich chaotisch, verrückt und gleichzeitig sehr liebenswürdig.
Bob ist ein fauler und desinteressierter junger Mann, der seinen Job als Gott von seiner Mutter geschenkt bekommen hat, als diese bei ihren allabendlichen Pokerspielen, den gewonnen hat. Gabe es nicht noch seinen Assistent Mr. B würde dank Bob die Welt zu Grunde gehen. Denn er hat nur eins im Kopf: das weibliche Geschlecht und da vor allem Lucy! Das Problem dabei ist, dass durch seine Gefühlsschwankungen auch die Welt vollkommen ins Wanken gerät. Die junge Tierpflegerin scheint die Frau zu sein, mit der er für immer zu sein möchte… Doch was passiert mit seinem Job Gott zu sein? So einfach wird man diesen nicht los!

Meg Rosoff zeigt dem Leser durch ihre kreative und verrückte Art, wie die Welt sein könnte, wenn ein Lausbub wie Bob das Zepter in die Hand bekäme und die Möglichkeit hätte die Welt zu beeinflussen, ohne das er einen Plan hat und sich eher nach seinen Wünschen und Träumen richtet als nach denen der anderen. Auch wenn diese Idee absolut undenkbar scheint, so kann ich ihre Gedankengänge voll und ganz nachvollziehen. Schon im Alltag merkt man, dass Jugendlichen immer mehr früher „erlaubt“ wird. Mit 17 Auto fahren, mit 15 Motorrad und mit 16 das erste Bier trinken. Auf den ersten Blick scheint es alles nicht so dramatisch zu sein und die Jugendlichen freuen sich natürlich, dass sie mehr dürfen, doch mit dieser Verantwortung können mit Sicherheit noch nicht alle in diesem Alter umgehen. Natürlich ist dieser Punkt auch wieder eine gute Diskussionsgrundlage, schließlich hat jeder eine andere Meinung, doch genau das möchte Meg Rosoff wahrscheinlich auch unter anderem erreichen. Die Leser sollen nachdenken, ob sie wirklich einem jungen Mann, der nichts anderes als Spaß, Sex und Mädchen im Kopf hat, ihr Leben in die Hand geben wollen.

Der Schreibstil von Frau Rosoff war für mich anfangs doch ziemlich gewöhnungsbedürftig. Es wirkte alles etwas zu gewollt, doch trotzdem bin ich nach dem zweiten Anlauf erstaunlich gut hineingekommen und konnte über Bob, Eck  und die trockenen, humorvollen Szenen gut lachen!😉

Das Cover ist großartig und besonders schön ist es, dass das Haustier Eck, der für mich eine hinreißende Figur ist, einen Ehrenplatz auf dem Cover erhalten durfte. Ein Buch, das schon von außen sowohl die männlichen als auch die weiblichen Leser anspricht! ♥

Fazit:

Meg Rosoff ist ein irres, verwirrendes und gleichzeitig ein wirklich unterhaltsames Buch gelungen! Ich hab mich gut unterhalten gefühlt und konnte dank des Freiraumes, den sie gelassen hat, meine eigene Fantasie, wie z.B. wie der kleine Eck nun wirklich aussieht,  in die Geschichte miteinbauen. Die Geschichte mag zwar nicht einfach geschrieben sein, doch hält sie einen Funken Wahrheit, die mich nach dem Buch doch hat nachdenken lassen.

Wertung: 

Handlung: 4/5
Charaktere: 4,5/5
Lesespaß: 4/5
Gestaltung: 5/5
Preis/Leistung: 4/5

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