[Rezension] Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes

Wieder ein Buch, dass so extrem gehypt wurde, dass ich es mir mal wieder nicht nehmen lassen konnte das Buch auch zu lesen!😉

Inhalt:

Lou & Will. Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt. Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will. Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird.

Erster Satz:

„Als er aus dem Bad kommt, ist sie wach, hat sich gegen das Kopfkissen gelehnt und blättert durch die Reiseprospekte, die neben seinem Bett gelegen haben.“

Meinung:

Dieses Buch liest momentan jeder, es ist in jeder Buchhandlung so aufgestellt, dass man zugreifen muss, da bleibt mir nichts anderes übrig als auch zu lesen, was dieses Buch so besonders macht!? Als ich mit dem Lesen des Buches begonnen hatte, musste ich sofort an den Film „Ziemlich beste Freunde“ denken. Ist es wirklich ein billiger Abklatsch von der Geschichte, die ich wirklich sehr mag? Definitiv nicht! Es geht viel mehr darum was das Leben wirklich lebenswert macht und ob man wirklich selbst frei entscheiden darf, ob es sich lohnt zu leben oder nicht. Trotzdem konnte ich leider nicht ganz von meinen Vorstellungen an den Film loslassen…

Nichtsdestotrotz ist die Geschichte von Lou und Will herzerwärmend, berührend und auch etwas traurig. Ob man etwas wirklich als eine reine Liebesgeschichte bezeichnet werden kann, möchte ich bezweifeln. Denn es geht über viel mehr als eine reine Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Menschen. Lou und Will lernen sich auf eine besondere Art und Weise kennen: Will ist Tetraplegiker und benötigt in seinem gesamten Alltag Hilfe, denn ohne sie kann er den Tag nicht beschreiten. Lou wird durch viele Umwege und obwohl sie keine Ausbildung hat, seine Pflegerin und versucht ihn seinen Alltag zu erleichtern. Das Will behindert ist stört Louisa kein bisschen. Doch bereiten ihr anfangs seine Bemerkungen und die Nichtakzeptanz einige Schwierigkeiten. Sie muss erst noch lernen sich durchzusetzen, doch ist schnell klar, dass beide mehr füreinander empfinden als Arbeitnehmer/Arbeitgeber oder Freundschaft. Sich das in der Situation einzugestehen ist allerdings auch recht schwierig und bedarf etwas Mut und Zeit… Zeit, die die beiden allerdings nicht haben, denn Will möchte nicht mehr am Leben bleiben! Lou versucht Will jeden Tag so schön wie möglich zu gestalten und gibt sich damit wahnsinnig viel Mühe. Doch reicht das wirklich ihm zu zeigen wie schön das Leben sein könnte?

Auch wenn ich mit Will und Lou mitgelitten und -gelacht habe, so bin ich doch etwas enttäuscht, dass das Lou für mich so blass geblieben ist und sie für mich nicht greifbar geworden ist. War das wirklich Absicht, da der Fokus mehr auf Wille Krankheit gelegt wurde und sie in dem Fall nur Mittel zum Zweck war? Ich glaube nicht, sonst hatte die Autorin das Buch nicht aus Lous Sicht geschrieben! Ich finde es wirklich sehr schade, denn ich hätte mich gefreut etwas mehr Charakterzüge von ihr kennenlernen zu dürfen.
Von Will weiß ich zwar auch nicht sehr viel, doch merkt man ihn viel mehr seine Gefühle an. Er bringt sie mit seinen Bemerkungen und seinem ziemlichen klarem Verhalten zum Ausdruck, die in einigen Situationen zwar wirklich hart und ungerecht erscheinen, doch dem Gegenüber wird klar signalisiert, wo die Grenzen sind.

Das Cover ist wunderschön und es zeigt ganz klar, dass es in dem Buch darum geht, dass man lernt loslassen zu können. Mit dem Vogel in der Hand sehr geschickt gewählt und ansprechend gestaltet. ♥

Fazit:

Das Buch ist gut, es ist spannend, gefühlvoll und traurig. Es bringt mich als Leser zum Nachdenken über Themen, die in unserer Gesellschaft viel zu selten angesprochen werden, doch trotzdem immer Thema sind: „Sterbehilfe“, „Ist das Leben lebenswert?“ und „Darf ich mein Leben selbst beenden (lassen)?“. Doch trotzdem haben mich einige Punkte gestört über die ich leider nicht hinwegsehen konnte. Das Buch konnte mich dann doch nicht zu 100% überzeugen.

Wertung: 

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Gestaltung: 5/5
Preis/Leistung: 4/5

3 Kommentare Add yours

  1. sandy sagt:

    Bei all den überschwänglichen Rezensionen finde ich deine Meinung mal super interessant. Da ich das Buch hier subben habe (liegt schon ewig im Regal), frage ich lieber aber nicht nach was für Punkte dich gestört haben. Aber sehr schön geschrieben.🙂

  2. Ich-Mags sagt:

    Ich habe das Hörbuch gehört und musste auch an „Ziemlich beste Freunde“ denken. Ich werde absofort öfters vorbei kommen😉

    1. catbooks sagt:

      Vielen lieben Dank!!🙂 Ich glaube bei diesem Buch verbindet jeder gleich die Geschichte mit „Ziemlich beste Freunde“. *lach* Ich freue mich auf deinen Besuch! LG Anne

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