[Rezension] Emil und der Pelikanmann von Leena Krohn

Dieses Buch ist alles und so viel mehr! ♥

Inhalt:

Schuhe im Kühlschrank, Badewanne im Wohnzimmer, rohen Fisch zum Frühstück, Mittagessen und Abendrot: So lebt der als Mensch verkleidete Pelikan unbemerkt, bis ihm der zehnjährige Emil auf die Spur kommt und sich mit ihm anfreundet. Emil bringt ihm das Lesen bei und hilft ihm, sich in der Welt der Menschen zurechtzufinden. Wenn da nur nicht die Erwachsenen wären, die sich in alles einmischen müssen…

Erster Satz:

„In der Stadt gab es Berufe, von denen Emil vorher noch nie gehört hatte: Pyjamabüglerin, Kaltbuffet-Koch, Fräser, Prortioniererin.“

Meinung:

Ich habe etwas über dieses Buch im Internet gestöbert, doch so wirklich scheint keiner dieses Buch bisher für sich entdeckt zu haben. Sehr schade! Denn diese Geschichte ist wunderschön, rührend und leider doch so wahr! ♥

Emil ist ein 10-jähriger Junge, der im Gegensatz zu seinen Erwachsenen Mitmenschen nicht so ist, dass er andere Menschen für ihr Anderssein verurteilt, hänselt oder ähnliches. Er ist neugierig, geht auf diese Menschen zu und möchte sie näher kennenlernen. So passiert es auch als er in der Gaststätte in der Nähe seines Zuhauses zu Mittag isst. Dort sieht er zum ersten Mal einen Mann, der anders zu sein scheint. Die Erwachsenen sehen nicht genau hin, sind blind vor Arbeit und Gedanken und bekommen nicht mit, dass sich vor ihren Augen ein Pelikan im Anzug befindet.
Schon allein an diesem Beispiel sieht man, wie hellhörig und mit offenen Augen Kinder durch die Welt gehen. Sie sind wach und bekommen die Veränderungen um sich herum mit. Doch umso größer und älter sie werden, umso mehr sie lernen, umso blinder werden sie auch. Vieles wird selbstverständlich, die Probleme werden immer größer und der Alltag nimmt die Erwachsenen so sehr ein, dass die Lust und Spannung neue Dinge zu erleben nicht mehr all zu groß ist.

Emil ist sehr hilfsbereit und bietet dem Pelikanmann an, ihm das Lesen beizubringen. Sie treffen sich regelmäßig beim Pelikan zu Hause. Doch das zu Hause unterscheidet sich enorm von denen der Menschen. Herr Mietling, wie ihn die Erwachsenen nennen, hat eine Badewanne im Wohnzimmer, seine Schuhe im Kühlschrank und das einzig essbare, das er zu Hause hat ist Fisch. Doch Herr Mietling ist genauso wie die Kinder, neugierig auf das Leben als Mensch und auf alle Lebewesen, die ihm in seinem Alltag begegnen.

Doch auch der Pelikanmann merkt schnell, dass die Menschen nicht immer so tolerant sind, wie er es geglaubt hat. Das Leben als Mensch ist nicht gerade einfach und hinzu kommt auch noch, dass er seine Peliakanfamilie vermisst… Wie wird das Leben für ihn weitergehen? Eine Frage, die nur der Pelikanmann sich selbst beantworten kann!

Das Cover ist toll! Schlicht, einfach und für mich sehr ansprechend! Besonders der Pelikanmann hat es mir angetan.😉

Fazit:

Dieses Buch ist für jede Altersklasse geschrieben. Die jüngeren Leser und Leserinnen zwischen 10 und 12 Jahren werden es mit Sicherheit spannend finden, dass ihnen im Alltag ein Pelikan auf der Straße begegnen kann und die Erwachsenen können beim Lesen noch etwas weiter in die Tiefe gehen. Für mich eines der schönsten Kinderbücher, die ich dieses Jahr gelesen habe! 

Wertung: 

Handlung: 5/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 5/5
Gestaltung: 5/5
Preis/Leistung: 5/5

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