[Rezension] Er nannte mich Fräulein Gaga von Sandra Winkler

Macken, Ticks, Spleens, Ängste… wer hat sie nicht?! 😉

Inhalt:

Manche Menschen haben spezielle Ticks: In David Beckhams Kühlschrank steht immer eine gerade Anzahl an Getränkedosen, Jessica Alba bekommt Kurzschlusspanik, sobald sich ein Elektrogerät im selben Raum befindet – und Sandra Winkler prüft täglich, ob die Fußmatten der Nachbarn im rechten Winkel liegen. Beim Autofahren denkt sie ständig, sie könnte jemanden totfahren, sie muss immer die Knöpfe herumliegender Hosen schließen und kann’s kaum ertragen, wenn Schuhe auf den Schnürsenkeln stehen.
Von Macken aller Art, und ob man sie unter anderem durch Coaching oder Hypnose wieder los wird, erzählt Sandra Winkler wunderbar selbstironisch, höchst sympathisch und unterhaltsam in ihrem Buch.

Erster Satz:

„Die Nachricht, die auf mein Handy gesprungen kam, konnte nur von Martin stammen.“

Meinung:

Ich muss ja zugeben, dass ich es hasse Sachbücher zu lesen. Ich kann mich nie darauf konzentrieren und finde es, auch wenn ich das Thema spannend finde, immer langweilig und packe das Buch nach wenigen Seiten wieder zur Seite und greife nach einem „richtigen“ Buch. 😉
„Er nannte mich Fräulein Gaga“ ist für mich kein typisches Sachbuch, wie ich es sonst gewohnt bin. Für mich ist es die perfekte Mischung aus Roman und Sachbuch, dass mich von der ersten bis zur letzten Seite mitgenommen hat und mir das Thema „Macken und Ticks und wie man sie los wird“ auf eine locker, leichte und sehr unterhaltsame Art näher gebracht. 😀

Als Sandra von ihrem Freund Martin eine SMS bekommt: „Du musst deine Macken bis zu meiner Rückkehr in den Griff bekommen. So kann es nicht weitergehen.“ geht für sie die Suche nach ihren Macken und der Art der Bekämpfung los. Es ist schließlich nicht einfach innerhalb von 111 Tagen seine Macken zu lokalisieren, zu wissen wie man los werden möchte und dann auch noch die richtigen Leute in einer so kurzen Zeit in die Finger zu bekommen. Was Sandra alles versucht und was sie am Ende des Buches, nach 11 Tagen erreicht hat, werde ich natürlich nicht verraten. 😉
Großartig finde ich allerdings, dass sie von ihren 3 besten Freundinnen, den 3 Ans, die beste Rückendeckung, die man sich vorstellen kann, bekommt. Man merkt wirklich, wie wichtig es ist, dass man Freunde hat, die auch in solchen Zeiten zu einem stehen!

„Freunde sind Menschen, die dich mögen, obwohl sie dich kennen.“

Sandra ist mir von Anfang an äußerst sympathisch und ich kann sie und ihre Macken vollkommen verstehen! Besonders beängstigend finde ich allerdings, dass ich mich in so einigen Beschreibungen auch selbst wiedergefunden habe und das hat mir doch schon etwas Angst gemacht. Ist das, was ich habe, noch eine leichte Macke, die verträglich ist, oder geht es jetzt schon etwas zu weit und ich sollte lieber etwas machen, damit diese Macke nicht mehr so sehr ausgeprägt ist? Da sollte ich wohl auf jeden Fall noch einmal meine Mitmenschen interviewen – jetzt kenne ich ja die Möglichkeiten meine Macken erträglicher werden zu lassen! 😉

Schön finde ich aber auch, dass Sandra hier ihren Lesern und Leserinnen nicht versucht das Allheilmittel dagegen anzupreisen und sie mit jeder Methode recht kritisch ist. Schließlich nimmt jeder die Therapie, in welcher Form auch immer, anders an und verarbeitet sie auf eine andere Weise. *Daumen hoch*

Das Cover ist mit dem Essen, dass perfekt geordnet auf dem Teller liegt und dem linken Hintergrund wirklich toll!  Die potentiellen männlichen Leser werden nur leider von der Farbe etwas abgeschreckt sein… 😦

Fazit:

Ich finde das Buch wirklich klasse! Perfekte Mischung aus Sachbuch und Roman, eine überaus sympathische Testperson und jede Menge lustiger und gleichzeitig ernst zunehmender Inhalt zum Lernen, was man machen kann, um seine Ticks und Macken loszuwerden. 😉 Ich kann euch das Buch nur empfehlen!

Wertung: 

Handlung: 5/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 5/5
Gestaltung: 5/5
Preis/Leistung: 5/5

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