[Rezension] Mein Sommer nebenan von Huntley Fitzpatrick

Dieses Buch habe ich schon einmal auf Englisch im Rahmen einer Leserunde gelesen. Allerdings ist mein Englisch nicht gerade das beste und dann auch noch 500 Seiten durchzustehen – puh! – das war dann doch zu viel des Guten. So habe ich mich dann doch noch einmal an das deutsche Buch gesetzt und bin froh, das ich es gemacht habe!😀

Inhalt:

Samantha Reed liebt die Garretts heiß und innig – doch nur aus der Ferne. Die 10-köpfige Nachbarsfamilie ist tabu, denn die Garretts sind alles, was Samanthas Mutter verabscheut: chaotisch, bunt und lebensfroh. Aber eines schönen Sommerabends erklimmt der 17-jährige Jase Garrett Samanthas Dachvorsprung und stellt ihr Leben auf den Kopf. Sie verliebt sich mit Haut und Haaren und wird von den Garretts mit offenen Armen aufgenommen. Eine Zeitlang gelingt es Samantha, ihr neues Leben vor der Mutter geheim zu halten. Doch als ein Autounfall die Garretts aus der Bahn wirft , muss Samantha eine schwere Entscheidung treffen…

Erster Satz:

„Die Garretts waren für uns von Anfang an tabu.“

Meinung:

Schon nach den ersten Seiten wusste ich, dass mich dieses Buch verzaubern kann. Ich habe Samantha und Jase (so ein typischer Name für einen amerikanischen Jungen in Büchern ;)) sehr schnell in mein Herz geschlossen. Beide Hauptfiguren sind 17 Jahre alt, gehen noch zur Schule und stehen kurz davor aufs College zu gehen. Doch das sind auch die einzigen Gemeinsamkeiten, die die beiden haben. Ansonsten sind ihre Leben völlig unterschiedlich. Jase lebt in einer Großfamilie von 10 Mann, die allesamt lustig, locker, heiter und voller Energie und Liebe sind. Samantha wohnt nebenan mit ihrer Schwester und ihrer Mutter, die völlig auf ihre politische Karriere und das Amt der Senatorin fixiert ist, dass es mich teilweise doch schon sehr genervt hat.😦 Das Leben der Drei ist sehr strukturiert, wirkt langweilig und die Liebe in der Familie ist gar nicht spürbar – Kälte pur! Samanthas Mutter fühlt sich von der Garrett-Familie sichtlich bedroht – wenn auch völlig grundlos – und sieht nur Probleme auf sich zurollen, wenn nur ansatzweise Kontakt zu der Familie von nebenan entstehen könnte. Kein Wunder, dass Samantha versucht den Kontakt vor ihrer Mutter zu verheimlichen…

Samantha und Jase: vom ersten Kontakt auf dem Dachvorsprung an, waren die beiden mir sehr sympathisch. Sie harmonieren perfekt miteinander, man spürt die Zuneigung zueinander und das ihnen die Beziehung sehr ernst ist. Man merkt auch sehr deutlich, wie Samantha sich verändert, selbst denkt und sich nicht mehr von ihrer Mutter herumkommandieren lässt. Das was sie will, kann sich nun auch durchsetzen und lässt sich nicht immer wieder unterbuttern. ;) Doch diese Veränderung konnte nicht nur durch Jase erreicht werden, sondern auch besonders durch die gesamte Familie Garrett, die Samantha sofort sehr liebevoll aufgenommen haben. Die Kinder, Jase‘ Geschwister, sind großartig – voller Witz, Charme und Humor!
Sam’s Mutter ist mir ehrlich gesagt schon die ganze Zeit ein Dorn im Auge gewesen und konnte nicht so recht nachvollziehen, dass sie scheinbar so wenig Interesse an ihren Kindern hat. Hauptsache die Noten und das soziale Engagement stimmt.😦 Bei ihr ist es wichtig hinter die Fassade zu schauen und sie nicht gleich in eine Schublade zu stecken, wo sie eigentlich nicht hineingehört…

Das Cover ist großartig, auch wenn es noch nicht einmal ansatzweise die Tiefgründigkeit der Geschichte widerspiegelt. Doch das Cover zeigt allerdings sehr deutlich, dass wahre Gefühle im Spiel sind, die definitiv für Gänsehautmomente sorgen werden!😉

Fazit:

Die Autorin Huntley Fitzpatrick beschreibt mit „Mein Sommer nebenan“ mehr als nur eine Liebesgeschichte zwischen 2 Teenagern. Die Geschichte ist tiefgründig, versucht den Leser für richtiges Handeln zu sensibilisieren und ist trotzdem spannend und humorvoll geschrieben. Ein großartiges Debüt der Autorin!

Wertung: 

Handlung: 5/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 5/5
Gestaltung: 5/5
Preis/Leistung: 5/5

2 Kommentare Add yours

  1. Schöne Rezension, liebe Anne. Mich hat „Mein Sommer nebenan“ ebenfalls begeistert.🙂

    Liebe Grüße von
    Sabine

  2. Ja, die Mutter hat mich auch echt total genervt… Die sollte mal lieber ihre Augen öffnen und aufhören, in einer anderen Welt zu leben. Ansonsten fand ich das Buch aber auch sehr, sehr schön.🙂

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