[Rezension] Diese Dinge geschehen nicht einfach so von Taiye Selasi

Dieses Buch habe ich vorletztes Jahr zu Weihnachten bekommen. Da ich es doch rech unhöflich finde die Bücher dann ewig nicht zu lesen, habe ich mich dann doch dafür entschieden es noch vor dem letzten Weihnachten zu lesen und ich hab es auch geschafft.😉

Inhalt:

Die literarische Sensation aus Amerika – ein kosmopolitischer Familienroman: In Boston, London und Ghana sind sie zu Hause, Olu, Sadie und Taiwo. Sechs Menschen, eine Familie, über Weltstädte und Kontinente zerstreut. In Afrika haben sie ihre Wurzeln und überall auf der Welt ihr Leben. Bis plötzlich der Vater in Afrika stirbt. Nach vielen Jahren sehen sie sich wieder und machen eine überraschende Entdeckung. Und sie finden das verloren geglaubte Glück – den Zusammenhalt der Familie. Endlich verstehen sie, dass die Dinge nicht einfach ohne Grund geschehen.

Erster Satz:

„Kwaku stirbt barfuß, an einem Sonntag vor Sonnenaufgang, seine Hausschuhe kauern an der Tür zum Schlafzimmer, wie Hunde.“

Meinung:

Schon nach den ersten 20 Seiten habe ich gemerkt, dass mir das Lesen des Buches nicht gerade leicht gefallen ist. Es ist eine recht schwere Kost, die mir durch den verwirrenden Schreibstil nicht gerade leichter gemacht wurde. Zeitlich und personell erlebt der Leser hier immer wieder einige Sprünge, die wirklich nicht immer einfach nachzuvollziehen sind. Vielleicht mag es auch eher daran liegen, dass ich meistens eher einfach geschriebene Romane lese, doch da habe ich auch Zeitsprünge und einen Wechsel der erzählenden Personen.

Durch meine Probleme die Familienmitglieder auseinander zu halten (ein Personenregister wäre wirklich hilfreich gewesen!) bin ich zusätzlich auch nicht wirklich in Fahrt gekommen. Wer ist wer und wer wohnt jetzt auf welchem Kontinent und in welcher Stadt?!? Sorry, aber  es war wirklich anstrengend. Wenn ich mal dachte, dass ich richtig in der Geschichte drin bin, wurde meine Illusion durch die nächste Situation vollkommen zerstört, denn dann schien auf einmal wieder alles anders.😦 In diesen Minuten konnte ich den wirklich schönen Schreibstil der Autorin genießen! Ich hatte dennoch das Gefühl mich im Kreis zu drehen und an keiner Stelle wirklich vorwärts zu kommen. Die Zusammenführung der Familienmitglieder durch den Tod des Vaters in Afrika ist doch sehr dürftig und bei weitem weniger als das, was ich mir vorgestellt habe. Ich habe gedacht, dass mich hier ein berührender Familienroman erwartet, der im Hintergrund noch etwas über das Leben in Afrika in Bezug auf das Leben in den anderen Städten der Welt verrät. Doch von beiden war hier leider nicht immer etwas zu spüren. Sehr schade!!

Das Cover ist jetzt nicht wirklich spektakulär und nicht besonders aussagekräftig, aber gerade die Schlichtheit mag ich.😉

Fazit:

Ich weiß nicht so recht, ob ich das Buch empfehlen kann oder nicht. Auch wenn mir die Geschichte zu verwirrend war, so war der Inhalt trotzdem interessant und besonders diejenigen unter euch, die gerne Geschichten lesen, die in Afrika spielen, werden hier bestimmt auch auf ihre Kosten kommen. Ich kann euch an dieser Stelle einfach nur raten euch selbst ein Urteil zu bilden und zu entscheiden, ob dieses Buch etwas für euch sein könnte oder auch nicht.

Wertung: 

Handlung: 3/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 2,5/5
Gestaltung: 3/5
Preis/Leistung: 3/5

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