[Rezension] Die andere Seite des Himmels von Jeannette Walls

Nach einer etwas längeren Pause, melde nun auch ich mich mal wieder zurück. Das nehme ich zum Anlass ein wirklich tolles Buch von Jeannette Walls vorzustellen. Wie auch ihre beiden vorangegangenen Bücher, welche ich bereits vor einer Weile gelesen habe, war ich sehr glücklich, als endlich ein weiteres von ihr veröffentlicht wurde…

Inhalt:

Kalifornien, 1970. Bean Holladay und ihre ältere Schwester Liz sind Teenager, als ihre geniale Mutter mal wieder von der Bildfläche verschwindet. Für die Mädchen zunächst nicht weiter beunruhigend. Sobald Probleme am Horizont erscheinen, ergreift ihre Mutter die Flucht. Doch dieses Mal scheint die Sache ernst zu sein… Nachdem die Fürsorge bei den Mädchen auftaucht, wissen sie, dass sie sich schnellstens aus dem Staub machen müssen. Mutterseelenallein legen sie den langen Weg nach Byler, Virginia, zurück, dem Heimatort ihrer Mutter. Dort betreten sie eine Welt, die anders ist als alles, was sie bisher erlebt haben. Sie lernen ihren verschrobenen, aber liebenswerten Onkel Tinsley kennen, erfahren erstmals, dass ihre Mutter aus einer wohlhabenden Familie stammt, und erkunden staunend das familieneigene Anwesen. Bean und Liz gefällt es in ihrer neuen Umgebung, sie merken jedoch bald, dass sie in dem konservativen Ort zuweilen anecken. Und plötzlich haben sie den mächtigsten Mann des Ortes gegen sich. Aber einschüchtern lassen sie sich nicht. Ein mitreißender Roman über zwei mutige Mädchen, die sich gegen die Welt der Erwachsenen auflehnen.

Erster Satz:

„Meine Schwester rettete mir das Leben, als ich noch ein Baby war.“

Meinung:

Ich war von den zwei vorangegangenen Romanen „Schloss aus Glas“ und „Ein ungezähmtes Leben“ bereits so gefesselt, dass ich mir ohne lange zu zögern das Erscheinungsdatum von Jeannette Walls‘ neuem Roman sofort aufgeschrieben habe und mich voller Vorfreude auf das Buch gestürzt habe.
Zwar ist „Die andere Seite des Himmels“ nicht wie die vorherigen Bücher autobiographisch, aber dennoch hat es Walls geschafft, mich mit ihrem Detailreichtum in die 60er Jahre des amerikanischen Südens zu versetzen. Die Geschichte wird aus Sicht der 12 jährigen „Bean“ erzählt und damit einhergehend wird dem Leser eine Menge Humor und spitzfindige Bemerkungen geliefert. Dieses Buch zeichnet sich auch dadurch aus, dass es kaum Tiefen im Erzählstrang gibt. Darauf lege ich bekanntlich äußerst viel Wert, denn wenn ein Buch mich nicht innerhalb kürzester Zeit packt und mich nicht unterhält, dann zögere ich nicht lange und lege dieses weg. „Die andere Seite des Himmels“ blieb aber von der ersten bis zur letzten Seite in meiner Hand.🙂

Mit dieser Rezension möchte ich euch nicht nur das aktuelle Buch von Walls ans Herz legen, sondern ebenso ihre beiden vorangegangenen. Ihr werdet abgeholt und in jedem einzelnen der Bücher in die Vergangenheit verfrachtet und erlebt das frühere Amerika, bis zurück in den „wilden Westen“ Anfang des 20. Jahrhunderts. Also in diesem Sinne…viel Spaß beim Lesen!🙂

Wertung: 

Handlung: 5/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 5/5
Gestaltung: 5/5

Lieben Dank fürs Lesen!

Marie

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