[Rezension] Weit weg und ganz nah von Jojo Moyes

Seitdem ich die ersten beiden Bücher förmlich verschlungen habe, wartete ich sehnsüchtig auf den Erscheingungstermin des dritten Werkes von Jojo Moyes. Nur wenige Tage habe ich von der ersten bis letzten Seite gebraucht. Aber bevor ich zuviel verrate, hier erstmal ein paar Infos zu „Weit weg und ganz nah“…

Inhalt:

Einmal angenommen, dein Mann hat sich aus dem Staub gemacht. Du schaffst es kaum, deine Familie über Wasser zu halten. Deine hochbegabte Tochter bekommt eine einmalige Chance. Und du bist zu arm, um ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Plötzlich liegt da ein Bündel Geldscheine. Du weißt, dass es falsch ist. Aber auf einen Schlag wäre dein Leben so viel einfacher. Und einmal angenommen, du strandest mitten in der Nacht mit deinen Kindern am Straßenrand – und genau der Mann, dem das Geld gehört, bietet an, euch mitzunehmen. Würdest du einsteigen? Würdest du ihm irgendwann während eures verrückten Roadtrips gestehen, was du getan hast? Und kann das gutgehen, wenn du dich ausgerechnet in diesen Mann verliebst?

Erster Satz:

„Ed Nicholls trank gerade im Kreativraum mit Ronan Kaffee, als Sidney hereinkam.“

Persönliches Fazit und Meinung:

Um es schon mal vorweg zu sagen, ich fand das Buch wirklich schön. Vielleicht liegt darin aber auch das Problem, es ist schön. Nicht umwerfend oder überragend, einfach schön. Ich kann gar nicht genau beschreiben worin meine Skepsis liegt, vielleicht ist es die Storyline die an sich nicht viel Spielraum bietet. Vielleicht aber auch die Vorhersehbarkeit des Handlungsstranges. Versteht mich bitte nicht falsch, ich finde dass es ein gutes Buch ist, aber mit den beiden Vorgängern kann es meiner Meinung nach nicht mithalten. Da die beiden vorangegangenen Bücher ein riesen Hit waren, musste man verständlicherweise versuchen an diese Erfolge anzuknüpfen. Darunter scheint wahrscheinlich die Tiefgründigkeit gelitten zu haben.

Aber nun das Positive: es liest sich wirklich sehr schön und auch flüssig. Man lernt Jess lieben während sie durch ihre aufopfernde Art ihren Kindern alles nur in ihrer Macht mögliche versucht zu bieten und es macht einen als Leser traurig, dass auch eine solche „Löwenmutter“ an die Grenzen des Unmöglichen gerät, als sie merkt dass sie ihrer Tochter nicht die Extra-Förderung durch eine Privatschule ermöglichen kann. Sie versucht dennoch in jeder Sache etwas Positives zu sehen und erzieht so auch ihre Kinder, damit diese mit den wahren Werten im Leben aufwachsen, welche nicht nur anhand von Geld gemessen werden. Ich würde es defintiv als ein Buch für zwischendurch empfehlen.

Allerdings muss ich noch eine Sache bezüglich der Covergestaltung anmerken: Jess ist alleinerziehende Mutter von ihrer leiblichen Tochter und ihrem Ziehsohn Nicky, welcher für sie ein richtiger Sohn ist. Zusammen wohnen sie mit einem liebenswerten Riesenhund, Norman. Es mag sein, dass es von mir ein wenig kleinlich ist, aber ich finde es schade, dass Nicky bei dem Cover nicht berücksichtigt wurde. Denn an sich ist die Darstellung der Familie dort nicht ganz korrekt. Möglich ist, dass es ästhetische Gründe hat nur 2 Personen und einen Hund abzubilden. Dennoch finde ich das Cover leider nicht so passend.

Gern würde ich eure Meinung zu diesem Buch hören, da ich immernoch in einem kleinen Zwiespalt bin!

Wertung:

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Gestaltung: 3/5

Lieben Dank fürs Lesen!

Marie

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