[Kurzrezension] Auerhaus von Bov Bjerg

Inhalt:

Sechs Freunde und ein Versprechen: Ihr Leben soll nicht in Ordnern mit der Aufschrift Birth – School – Work – Death abgeheftet werden. Deshalb ziehen sie gemeinsam ins Auerhaus. Eine Schüler-WG auf dem Dorf – unerhört. Aber sie wollen nicht nur ihr Leben retten, sondern vor allem das ihres besten Freundes Frieder. Denn der ist sich nicht so sicher, warum er überhaupt leben soll.

Meinung:

„Auerhaus“ für mich schon ein ziemlich schwieriges Buch, dass mich auf der einen Seite zum Nachdenken angeregt hat und auf der anderen Seite leider total leer zurückgelassen hat. Für Jugendliche ist es teilweise sehr schwer den richtigen Platz im Leben zu finden. Es gibt einige, die genau wissen worauf sie hin arbeiten möchten, was sie im Leben erreichen möchten und auch genau wissen wie sie zu diesem Ziel kommen. Andere, wie diese 6 Freunde: Frieder, Harry, Pauline, Vera, Cäcilia und Höppner, die gemeinsam in ihr „Auerhaus“ ziehen, wissen nicht wohin sie das Leben führen wird und wie die Zukunft aussehen könnte. Sie malen sich ein Leben aus, das mit der Realität wenig zu tun hat und das machte für mich das Lesen dieses Buches so schwierig. Die Gedankengänge von dem Erzähler Höppner und seinem selbstmordgefährdeten Freund Frieder sind schon recht speziell und der ziemlich knappe, abgehackte und direkte Schreibstil hat es mir leider relativ schwer gemacht. Doch das allein ist nicht das Problem. Ich bin ein großer Fan von emotionalen Texten. Geschichten, die mich in ihren Bann ziehen, doch davon war hier leider nichts zu spüren. Die Geschichte plätschert nur so vor sich hin und bleibt genauso emotionslos wie die Figuren ihr Leben scheinbar selbst wahrnehmen. So viel Melancholie, Selbstzweifel und Einsamkeit habe ich lange nicht mehr in einem Buch gelesen. So viele wertvolle Gefühle für das Leben, die auf mich leider gar nicht übergesprungen sind. Es war traurig die Figuren so leiden zu sehen ohne einen Lebenssinn und am liebsten hätte ich sie mitgenommen nach Berlin, dem Ziel, und gezeigt, dass die Welt besser sein kann…

„Auerhaus“ ist ein sehr spezielles Buch mit einem wunderschönen Cover, dass mich leider durch seinen Schreibstil nicht überzeugen konnte. Sehr schade, denn die Geschichte hat wahnsinniges Potential, dass für mich leider nicht vollkommen ausgeschöpft wurde…

Wertung: 

Handlung: 4/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 3/5
Gestaltung: 5/5

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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Das Buch steht bei mir auch noch auf der Liste. Mal schauen, wann es gekauft und gelesen wird. Es ist so ein „Muss ich nicht unbedingt sofort haben“-Buch. Und deine Rezi bestärkt mich darin, dass andere Bücher erst mal Vorrang haben. 😉

    1. catbooks sagt:

      Lieben Dank für dein Kommentar!! 🙂 Ja, dadurch das es wirklich sehr speziell ist, kann dem leider nur zustimmen, dass es ein „Muss ich nicht unbedingt sofort haben“-Buch ist, obwohl ich es sehr schade ist, denn die Geschichte hat wirklich etwas!!! Vielleicht hast du ja bald Geburtstag und kannst es dir wünschen! 😉

      1. buecherstoeberia sagt:

        Leider nicht. 😉 Und wenn, dann stünden erst mal andere Bücher an erster Stelle. 😉 Ich werd mal schauen, ob ich es irgendwann aus der Bibliothek bekomme. Aber wie gesagt, es reizt mich im Moment nicht sooo sehr, steht aber auf der Merkliste. 🙂

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